Eine neue Sprache zu erlernen, ist nicht einfach. Sofort denkt man an staubige Klassenzimmer und das Pauken von Vokabeln. Fremdsprachen lassen sich jedoch viel einfacher und effizienter im Alltag festigen. Doch wie mache ich das am besten mit Schweizerdeutsch? Im dritten Teil von unserer ÔÇ×Wie lerne ich SchweizerdeutschÔÇť haben wir dies untersucht und geben dir wichtige Tipps.

Steh dir nicht selbst im Weg

Kinder lernen leichter. Aber warum? Beim Erlernen einer neuen Sache, ist es gut, das innere Kind daran zu beteiligen. Das soll nicht hei├čen, dass man quengelnd in der Ecke bockt. Doch Kinder denken nicht in Kategorien. Erwachsene setzen sich oft selbst Grenzen. Wer sich selbst sagt „Ich kann das nicht“, wird es auch schwerer haben, ├╝ber seinen eigenen Schatten zu springen. Es ist daher wichtig, die Selbstzweifel abzustellen und einfach zu tun, statt zu zweifeln. Keiner wird dich f├╝r einen Fehler im Sprechen oder Schreiben bestrafen, nur so lernst du.

Lernen durch Freunde

Schweizerdeutsch lernen unter Freunden

In vielen Social Networks, darunter Whatsapp und Facebook, findet man Gruppen, die auf Schweizerdeutsch schreiben. Diese Gruppen befassen sich mit den unterschiedlichsten Themen, so dass f├╝r jeden Geschmack und jedes Interesse ein passendes Forum gefunden werden kann. Neben den gro├čen, willk├╝rlich zusammen gew├╝rfelten, eher anonymen Gruppen, bietet sich auch das Gr├╝nden einer eigenen Gruppe mit Freunden aus der Schweiz an.
Die Mitgliedschaft in Gruppen, die sich auf das Schreiben auf Schweizerdeutsch beschr├Ąnken, ├╝bt einen gewissen Druck aus, der notwendig ist um den eigenen „Schweinehund“ zu ├╝berwinden und sich selbst auf Schweizerdeutsch auszudr├╝cken. In unserer Schweizerdeutsch lernen Community wurden schon mehrfach solche Gruppen unter den Mitgliedern gegr├╝ndet.
Es hilft auch, bei Freunden und Bekannten von dem Vorhaben, eine neue Sprache zu erlernen, zu sprechen. Dieses ÔÇ×AngebenÔÇť erh├Âht noch einmal den Druck, die Sprache auch wirklich zu erlernen und zu ├╝ben. Eine weitere gute M├Âglichkeit ist es, das Erlernen mit Verpflichtungen zu verbinden. Gibt man Geld f├╝r einen Sprachkurs aus, so ├╝berwindet man sich selbst eher. Man m├Âchte das Geld schlie├člich nicht in den Sand setzen.

Raus aus der Komfortzone

Verbleibt man in der Komfortzone und m├Âchte diese auch nicht verlassen, ist es nahezu unm├Âglich eine Fremdsprache zu erlernen und diese auch lebendig zu sprechen. Nat├╝rlich l├Ąsst sich Sprache immer theoretisch lernen, in der Praxis jedoch f├╝llt der Sprecher die Sprache erst mit Leben. Es ist daher wichtig, sich auch aus in der Praxis mit der Sprache zu besch├Ąftigen. Das A und O ist es, die Sprache aktiv zu sprechen. Ganz gleich ob im Job, der Freizeit oder im Alltag. Nat├╝rlich bieten sich nicht immer M├Âglichkeiten, eine Fremdsprache aktiv zu sprechen. Heutzutage bietet aber gerade das Internet viele M├Âglichkeiten: auf Facebook und auch auf verschiedenen anderen Plattformen kann man Brief- oder eMail-Freundschaften kn├╝pfen.
Spezielle Plattformen vermitteln gezielt Sprachpartner, die einander bei ihren Lernzielen behilflich sein k├Ânnen. So kann man nicht nur spielend leicht ├╝ben, man kn├╝pft zudem neue Kontakte und Freundschaften.

Bleib beim Wesentlichen

Um eine Sprache zu sprechen, ist es gar nicht notwendig, die Vokabellisten rauf und runter zu lernen. Tats├Ąchlich spricht man fast ausschlie├člich nur 20% des Vokabulars. Alles andere ist blo├č h├╝bsches Beiwerk, geh├Ârt aber nicht zum Wesentlichen, was erlernt werden sollte. Es ist daher wichtig, seine Zeit nicht mit unn├Âtigen Vokabeln oder gar Fachbegriffen zu verschwenden. Nat├╝rlich bietet es sich an, gezielt Fachbegriffe zu erlernen, die im individuellen Alltag hilfreich sein k├Ânnen. Die richtige Auswahl und da Setzen von Priorit├Ąten erleichtern das Lernen jedoch um einiges. Oftmals kristallisiert sich auch erst im Laufe der Zeit heraus, welche Vokabeln tats├Ąchlich notwendig zu erlernen sind.

In dem Artikel Schweizerdeutsch f├╝r Anf├Ąnger oder unserem Ebook haben wir schon einmal sehr wichtige Vokabeln zusammengefasst.

Mit allen Sinnen lernen

Post auf Facebook: Verbinde Wort und Bild

Jeder Mensch lernt unterschiedlich. Tats├Ąchlich gibt es unterschiedlichste Lerntypen und davon abh├Ąngig bieten verschiedenste Lernmethoden entsprechende Erfolge. Wichtig ist es jedoch immer, mit allen Sinnen zu lernen. Lerneinheiten, die mehrere Sinne ansprechen, sind daher umso effizienter. Auf Facebook gibt es unsere Seite, die Spruch- und andere Bilder mit Schweizerdeutschen Texten publiziert. Die Verbindung von Bildern und Sprache erleichtert es dem Gehirn, die neuen Informationen zu verarbeiten und zu erlernen. Man kann allgemein mit den verschiedensten Sinneseindr├╝cken spielen und lernen: sehen, h├Âren, ja sogar schmecken. Auch das Kochen landestypischer Gerichte mit entsprechend muttersprachlichen Texten kann zu Lernerfolgen f├╝hren und macht obendrein Spa├č und bringt dem Lerner auch die fremde Kultur n├Ąher.

Wieso? Weshalb? Warum?

Lernt man eine Sprache, darf man niemals vergessen, warum man sie erlernen m├Âchte. Nur so bleibt man mit Freunde und Motivation bei der Arbeit. Es ist daher wichtig, sein Ziel genau zu kennen und darauf hin zu arbeiten. Kenne also immer das „Warum“. Motiviere dich mit Feedback von Muttersprachlern, Kunden oder anderen Personengruppen. So ist es leichter, am Ball zu bleiben.

Lebe die Sprache

Eine Sprache wirklich erlernen kann man nur, wenn man diese Sprache nicht nur spricht, sondern auch wirklich lebt. Das beginnt bereits im eigenen Kopf. Man kann so zum Beispiel gezielt Schweizerdeutsche Worte in die eigenen Gedanken einbinden. Das Integrieren der Fremdsprache in die Muttersprache l├Ąsst die neu erlernte Sprache so ganz selbstverst├Ąndlich sprechen. Es ist auch m├Âglich, Post-Its zu verteilen. Im Haus, auf Arbeit, beim Hobby. So ist es ganz leicht, Vokabeln zu erlernen, die im Alltag tats├Ąchlich relevant sind. Auch das gezielte Betrachten eines Gegenstands und das dar├╝ber nachdenken in der fremden Sprache, erleichtert das Lernen der Fremdsprache ma├čgeblich.

Spring ins kalte Wasser

Wage den Sprung ins kalte Wasser

Wie lernt man am besten Schwimmen? Man wird ins kalte Wasser geschmissen. Nicht viel anders ist es mit dem Lernen und Festigen einer Fremdsprache. Hat man die n├Âtigen Mittel, ist eine Reise in das Land, in dem die Sprache gesprochen wird, immer das effektivste, was man f├╝r seinen eigenen Wortschatz und die Sprachf├Ąhigkeiten tun kann. Doch nicht jedem ist es m├Âglich, mal eben in die Schweiz zu fahren. Doch auch das Surfen auf Schweizerdeutschen Seiten, das Sprechen mit Schweizer Freunden und ├Ąhnliches hilft ungemein.

Fazit

Das Erlernen einer neuen Sprache ist nie einfach. Erwachsenen f├Ąllt es deutlich schwerer als Kindern. Doch wenn man mit Herzblut und einigen Tipps und Tricks an die Sache heran geht, ist es deutlich einfacher und macht zudem viel mehr Spa├č, als der klassische Fremdsprachenunterricht.

Mit unserer dreiteiligen Serie von wie lerne ich Schweizerdeutsch, hast du jetzt die n├Âtigen Mitteln in der Hand, die du umsetzen kannst. Wir probieren dich so gut es geht zu unterst├╝tzen und danken dir f├╝r dein Vertrauen. Schreib uns jederzeit gerne ein Feedback, wenn dich etwas st├Ârt.

 

 

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