Die Frage nach dem richtigen Basler, ist an sich schon problematisch. Richtige Basler gibt es nämlich nicht. In der Stadt am Rheinknie nennt man sich selber «d Bebbi». Und dieser Bebbi entspricht ganz den Klischees, die man im Rest der Schweiz über ihn hat.

Basel - die Stadt am Rheinknie
Basel – die Stadt am Rheinknie

 

FC Basel - Fussballclub Schweiz
FC Basel – Fussballclub Schweiz

Er liebt den Sport

Klar, hier in Basel sind der FC Basel und seine Fans, die Muttenzerkurve, zu Hause. Die neusten Resultate der Rot-Blauen kennt jeder, der in der Stadt unterwegs ist, ob er will oder nicht. Sie sind andertags immer Gesprächsthema Nummer eins im „Trämli“ und in der „Baiz“.

Tennis ist der zweit-liebste Sport der Region, schliesslich gibt Roger Federer Basel als seine offizielle Heimat an. (Eigentlich kommt er ja aus Oberwil, einem «Kuh-Kaff» im Kanton Basel-Land). Mit Ski und Eishockey hat man es hier weniger. Dafür gibt es vor Ort nicht genug Schnee.

 

An der Fasnacht steht die Stadt still

Offiziell sind es nur «die drey scheenschte Dääg», doch die Fasnacht ist bei vielen Baslern das ganze Jahr über präsent. Die typischen «Waggis» mit den wilden Haaren und der geschwollenen Nase findet man in der einen oder anderen Form in fast jedem Haushalt. Ob als Larve, die auf den nächsten Morgestraich wartet, als Verzierung auf Topflappen oder als Gartenzwergersatz im Blumenbeet.

Die drey scheenschte Dääg in Basel
Die drey scheenschte Dääg in Basel

Wer aktiver Fasnächtler ist, verbringt auch durchs Jahr viel Zeit mit seiner Clique um mit Piccolo, Trommel oder Trompete neue Lieder und Märsche zu üben. Dabei wird natürlich auch die Trinkfestigkeit trainiert, auch da muss man als Aktiver im Ernstfall drei Tage durchhalten können.

Wer während der Fasnacht aus der Stadt flüchtet -zum Beispiel zum Skifahren in die Berge – wird belächelt oder wie ein Ausserirdischer bestaunt. „Hösch nomal!“

 

Durch geografisches Handicap zum Sonderling geworden

Umzingelt von «Elsässern» (Basler Gemeinbegriff für Franzosen) und «Schwobe» (alle Deutschen) und durch die Jurakette vom Schweizer Mittelland abgeschnitten, wurden die Basler zu einem Volk, welches von den anderen Schweizern nicht immer verstanden wird. Und das damit gut leben kann.

Der Stadt-Basler hat manchmal schon seine liebe Mühe mit der Denkweise des «Ländschäftlers», aber gemeinsam mag man die Zürcher nicht sonderlich. Logisch, die haben ja auch kein brauchbares Fussballstadion.

Messecenter in Basel - Architektonische Meisterleistung
Messecenter in Basel – Architektonische Meisterleistung

Selbst dem berühmten «Basler Läckerli» hat der stolze Bebbi mit Überzeugung den Rücken gekehrt seit es von einer Zürcher Firma hergestellt wird. Die «Guzzi» sind jetzt nicht mehr zur eigenen Verpflegung da, sondern nur noch um sie an die Touristen zu verkaufen.

Basel tickt anders – einst ein Werbespruch des Stadtmarketings, heute ein Lebensmotto, das sich die Bebbi in jeder Lebenslage angeeignet haben.

Auch sprachlich hebt man sich vom Rest des Landes gerne ab. Die meisten Basler beherrschen den ursprünglichen Dialekt kaum noch – ausser man ist selber Mitglied in einer Schnitzelbank – aber auch so benützen sie im Alltag eigenwillige Wörter, die man ausserhalb der Halbkantone nicht versteht: Da wird aus dem «Cervelat» ein «Chlöpfer», aus dem «Weggli» ein «Schwöbli» und aus «Konfetti» die «Räppli». Und an der Herbstmesse wartet eine «Rööslirhyty» und kein Karussell auf die Kinder.

Baseldytsch lernen – leicht gemacht

Im Schweizerdeutsch lernen – Team haben wir auch diverse Videos im Basler Dialekt und wir haben uns der Herausforderung angenommen diesen Dialekt zu unterrichten. Denn schlussendlich gehört auch Basel zur Schweiz und als Kulturstadt schlecht hin, wollen wir diesen Dialekt fördern – sei also auch du dabei:

Typisch Basel – Bebbis, Fasnacht und Sport

2 Gedanken zu „Typisch Basel – Bebbis, Fasnacht und Sport

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