Klar die Schweizer wandern gern und Ski fahren können sie auch. Doch was für Sport betreiben sie denn sonst noch?

Was für Sport machen die Schweizer?
Was für Sport machen die Schweizer?

Langweilig wäre es hier jetzt einfach die beliebtesten Sportarten der Schweiz aufzuzählen. Denn darunter fallen wie in den meisten Ländern auch Fussball, Eishockey, diverse Leichtathletik Disziplinen etc. Deshalb gehen wir hier auf die traditionellen Schweizer Sportarten ein, ganz getreu dem Motto: „Wer hets erfunden?“

Schwingen, der Kampf der Hirten

In der Schweiz hat Schwingen eine 800-jährige Geschichte. Einsame Hirten, die Herden in abgelegenen Alpentälern pflegen, brauchten Aktivitäten, die Bewegung, Spaß, Kameradschaft und Gesellschaft anderer Menschen ermöglichten. In der Schweiz finden jährlich über 100 Schwingen-Veranstaltungen statt.

Traditioneller Schweizer Sport: Schwingen
Traditioneller Schweizer Sport: Schwingen

Was ist Schwingen?

Schwingen ist natürlich traditionelles alpines Ringen. Die Teilnehmer tragen übergroße Shorts mit einem Schlitz am Rücken, damit der Gurt beim Greifen festgehalten werden kann.
Ziel ist es, den Gegner flach auf den Rücken zu werfen, so dass beide Schultern den Boden berühren. Wrestler, die sich hauptsächlich auf Stärke verlassen, tragen blaue Hemden und Hosen, während die agileren weiß tragen.

Es ist hart, es ist ländlich und es ist ernst. Man könnte sich vorstellen, dass sie in Zentralasien stattfindet, etwa in der Mongolei oder in Kasachstan. Es scheint eine Tradition zu sein, die man in einem dieser robusten Länder findet, in denen das Leben hart ist und Kampfsportarten so hoch geschätzt werden.

Aber das ist es nicht. Schwingen ist eine tief respektierte Tradition der Schweiz, ein Land, das Sie vielleicht gut kennen, bis Sie hoch hinauf in die grünen Alpen des Emmentals fahren, über einen Grat wandern, der scheinbar mitten im Nirgendwo liegt, und dann auf einer Holzbank Platz nehmen, um dieses Turnier des traditionellen Wrestling zu beobachten.

Und was ist der Preis?

früh übt sich
früh übt sich: Kinder beim Schwingen

Ein Kampf besteht in der Regel aus einer Runde von etwa zehn Minuten. Die Schwinger Festspiele finden alle drei Jahre statt und der Gewinner hat das Recht, sich selbst als „Ringer-König“ zu bezeichnen.

Bei kleineren regionalen Veranstaltungen werden die Champions mit Blätterkronen ausgezeichnet. Die Konkurrenz ist hart, aber freundlich; die Konkurrenz schüttelt sich die Hände vor den Kämpfen und es ist Tradition, dass der Sieger seinem Gegner hilft und ihm das Sägemehl vom Rücken bürstet.

 

Jetzt endlich wieder erhältlich!
50 % Rabatt-Aktion nur noch bis heute, 10.12.2018 gültig.

 

 

Hornussen

Das Hornussen
Das Hornussen

Auf den ersten Blick wirkt der Schweizer Sport von Hornussen wie eine Mischung aus Golf und Baseball, aber er ist viel mehr – dieser typisch schweizerische Sport hat eine Geschichte aus dem 16. Jahrhundert.

Woher kommt das Hornussen?

Um Geister zu vertreiben, war es früher üblich, brennende Stämme vom Berg ins Tal zu schlagen. Der einzigartige Schweizer Sport von Hornussen soll aus dieser alten Tradition entstanden sein und ist ein Mannschaftsspiel, das in der Schweiz von allen Altersgruppen gespielt wird.

Hornussen wurde alternativ als Schweizer Version von Baseball, als Kreuzung zwischen Baseball und Golf, Baseball und Hockey oder zwischen Lacrosse und Cricket beschrieben. Der Ball (ursprünglich nur ein Stein mit Löchern) ist ein kleines Gummioval namens Hornuss, oder Hornisse, wegen der Art und Weise, wie er summt, wenn er richtig getroffen wird.

Wie wird Hornussen praktiziert?

Ein Stück Ton wird verwendet, um den Ball auf eine speziell entworfene gebogene Rampe zu kleben, und der Ball wird dann so weit wie möglich mit einer zwei Meter langen Peitschenstange mit einem Holzzylinder am Ende geschlagen. Der Ball kann bis zu 300km/h fahren.

Im Spiel stehen sich zwei Mannschaften gegenüber. Ein Team trifft abwechselnd die Hornuss (je zwei Treffer), das andere Team fängt auf. Die Feldmannschaft hat defensive Fangbretter namens Schindels, die sie in die Luft wirft, um die Hornuss zu stürzen. Die Punktzahl hängt davon ab, wie weit die Hornuss fährt, bevor sie landet.

Hornussen existiert seit mindestens dem 16. Jahrhundert, als eine Beschwerde über die sportliche Störung des Sabbats eingereicht wurde. Jeriamas Gotthelf, einer der bekanntesten Schweizer Schriftsteller, schrieb 1840: „Es gibt kein Spiel, das so viel Kraft, Beweglichkeit und Koordination zwischen Hand, Fuß und Auge erfordert wie Hornuss.

Hornussen wird hauptsächlich in den Kantonen Bern, Solothurn und Aargau gespielt. Hornussen erfreut sich bis heute großer Beliebtheit und ist trotz des großen Angebots an verschiedenen Sportarten ein großer Erfolg – ein Erfolg, der auch durch die enge Verbindung von Sport und Tradition erklärt wird. Im Jahr 2011 gab es rund 270 Hornussen-Gruppen mit rund 8.300 Spielern, die in vier Zweckverbänden und Vereinen organisiert und dem nationalen Dachverband angeschlossen waren.

 

Jetzt endlich wieder erhältlich!
50 % Rabatt-Aktion nur noch bis heute, 10.12.2018 gültig.

 

 

Waffenlaufen

Waffenlaufen ist ein Sport, der sich nicht weit über die Grenzen der Schweiz hinaus verbreitet hat. Die Teilnehmer ziehen zuerst Armeekleidung an, beladen sich mit schweren Rucksäcken, befestigen ein Gewehr am Rucksack und rasen dann auf bergigen Strecken davon.

Die Strecke ist in der Regel über 20 km lang, kann aber bis zu 42 km lang sein, die Länge eines Marathons. Tausende Schweizer nehmen jedes Jahr an solchen Veranstaltungen teil.

 

Das Unspunnefest

Das Unspunnefest, ein Festival, das traditionell Schwingen, Ringen, Jodeln, Hornspielen und einen Steinwurfwettbewerb umfasst, findet alle zehn Jahre statt.

Das Unspunnenfest in Interlaken
Das Unspunnenfest in Interlaken

Der erste Unspunnen fand 1805 statt, in einer Zeit der politischen Unruhen in der Schweiz, die von 1798 bis 1803 von den Franzosen beherrscht wurde. Die Spannungen zwischen den Städten und ländlichen Gemeinden im Raum Bern führten dazu, dass vier Bernerinnen und Berner ein Volksfest gründeten, um ein gutes Verhältnis zwischen Stadtbewohnern und Landbevölkerung zu fördern.

Ursprünglich war es ein Versuch, Spannungen zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen zu entschärfen, aber das jüngste Festival, das ursprünglich für 2005 geplant war, wurde zu einer Bühne, auf der diese Spannungen ausgetragen wurden.

Beim Steinwurf heben und schleudern die Teilnehmer einen Stein, und der Gewinner ist derjenige, der ihn am weitesten wirft.

Integrieren, Schweizerdeutsch lernen und Sport zugleich

Die traditionellen Sportarten eigenen sich perfekt, um Schweizerdeutsch zu lernen. Du findest dort sicher Schweizer Urgesteine, die seit Generationen in der Schweiz leben und darum auch diesen Sport praktizieren. Perfekt also, um einiges über die Schweiz zu lernen und sich gleich zu integrieren. Damit du dich nicht schon beim ersten Treffen blamierst, bieten wir dir in unserem Schweizerdeutsch lernen Online Kurs viele interessante Background Informationen an.

 

Jetzt endlich wieder erhältlich!
50 % Rabatt-Aktion nur noch bis heute, 10.12.2018 gültig.

 

Traditionelle Schweizer Sportarten – Schwingen, Hornussen und …?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.