Der richtige Zeitpunkt für die Wohnungssuche

In der Schweiz gibt es so einige Besonderheiten, wie ja du sicher schon weißt, wenn du dich mit einem Umzug in das Alpenland beschäftigst. Eine davon betrifft die Mietverträge. Für gewöhnlich gibt es nämlich drei feste Kündigungstermine im Jahr, genannt Zügeltermine: den 31. März, den 30. Juni und den 30. September. Das hat natürlich zur Folge, dass der Wohnungsmarkt im April, Juli und Oktober besonders gut bestückt ist und du hier die größten Chancen hast, etwas zu finden. Nutze jeden Vorteil, der sich dir bietet, denn eine geeignete Mietwohnung zu finden, ist nicht einfach. In der Schweiz gibt es so gut wie keinen Leerstand, ein Großteil der Bevölkerung wohnt im Mietverhältnis, nur ungefähr jeder zehnte Einwohner besitzt eine Immobilie. Das macht den Kampf um die Mietwohnungen ziemlich spannend, um es mal positiv zu formulieren.

Der Weg zur eigenen Wohnung
Der Weg zur eigenen Wohnung

Der angemessene Preis für die Wohnung

Die Schweiz ist im Vergleich zu ihren Nachbarländern teuer, das ist keine Überraschung. Dennoch gibt es Gebiete, in denen der Quadratmeterpreis extrem hoch ist und andere Regionen, in denen du vergleichsweise günstig wohnen kannst. Am teuersten sind die Wohnungen in Zürich, Genf, Lausanne und Luzern, wobei hier zu beachten ist, dass die Wohnungen in Zürich großzügig geschnitten sind. Eine durchschnittliche Dreizimmer Wohnung kostet hier in etwa 2400 Franken (ca. 2200 Euro), bietet dafür aber auch ungefähr 77 Quadratmeter. In Genf, wo man für eine 3 Zimmer Wohnung auch um die 2000 Franken (also ca. 1800 Euro) zahlt, sind die Wohnungen deutlich kleiner geschnitten und man lebt auf 60 Quadratmetern.

Das Wohnen in Zürich, Genf, kann sich als sehr kostspielig erweisen.
Das Wohnen in Zürich, Genf, kann sich als sehr kostspielig erweisen.

Das Bundesamt für Statistik nennt deutlich geringere Mietkosten, die aber leider tatsächlich an der Realität vorbei gehen. Am günstigsten wohnt man, wie eigentlich immer, in den ländlicheren Gegenden wie La Chaux-de-Fonds, Schaffhausen, Biel, St. Gallen und Fribourg. Zwischen 1000 und 1500 Franken zahlt man hier für eine Dreizimmerwohnung, die sich flächenmäßig dann zwischen 65 und 75 Quadratmetern bewegt. Natürlich sind das nur Durchschnittswerte und keine festen Größen, auf denen man beharren kann, aber eine Vorstellung vermitteln sie in jedem Fall. Wenn du einen Job in der Innenstadt von Zürich hast, hilft dir das günstige Wohnen in Fribourg nicht weiter, falls du aber einigermaßen unabhängig von den Ballungsgebieten bist, solltest du dir diese, etwas ländlicheren Gegenden wirklich einmal anschauen.

Die Schweizer Besonderheiten der Wohnung

Zur Grundausstattung einer jeden Schweizer Wohnung gehört die Küche. Des einen Freud, des anderen Leid. Solltest du ohne Möbel umziehen, brauchst du dir um die Küche schon mal keine Sorgen mehr machen, falls du aber vorhast, deine teure Einbauküche mitzunehmen, könnte das zu einem Problem werden, da es absolut unüblich ist in der Schweiz, eine eigene Küche mitzubringen. Das Bad ist meistens auch schon ausgestattet, zumindest mit Spiegelschrank, Handtuch- und Toilettenpapierhalter. Auch die Ausgaben für Waschmaschine und Trockner kannst du sparen. Es ist Usus, dass man sich einen Wasch-und Trockenraum teilt. Wie die Verteilung der Waschmaschinen- und Trocknerbenutzung dann im Einzelnen genau aussieht, ist natürlich von Hausgemeinschaft zu Hausgemeinschaft unterschiedlich. Aber bei der Festlegung deiner „Waschzeiten“ kannst du die Gelegenheit gleich nutzen, um deine neuen Nachbarn kennenzulernen. Da man bei einem Umzug ohnehin schon genügend um die Ohren hat, stellt es für die meisten neuen Mieter einen großen Vorteil dar, bestimmte Ausstattungen schon vorzufinden.

Allgemeine Tipps zur Wohnungssuche

Die Printzeitung - vom Aussterben bedroht?
Der Blick in die Zeitung kann sich lohnen

Wie auch in Deutschland inserieren die meisten Vermieter heutzutage online. Ein Blick in die Zeitung lohnt sich aber trotzdem, vor allem ältere Menschen vertrauen nach wie vor dem klassischen Printinserat.
Was bei uns die Schufa-Auskunft ist, nennt sich bei unseren Nachbarn Betreibungsauskunft. Diese bekommt man aber nur, wenn man schon in der Schweiz gemeldet ist. Die Vermieter akzeptieren in der Regel aber auch die Schufa-Auskunft aus Deutschland.
Am teuersten, aber vielleicht unumgänglich, wenn du schnell eine Wohnung finden musst, ist der Weg über den Makler. Durch ihn findest du nahezu garantiert eine schöne Wohnung, diesen Dienst lässt er sich aber, wie überall auf der Welt, ganz fürstlich honorieren.

Egal für welchen Weg du dich entscheidest, früher oder später gelangst du an dein Ziel: die Traumwohnung in der Schweiz. Wir wünschen dir viel Glück dabei!

Sobald es dann zu einem Umzug in die Schweiz kommt, solltest du dir unbedingt diese Checkliste dazu genauer anschauen:
Checkliste: Umzug in die Schweiz
Sie enthält viele wichtige Punkte, die du beachten musst, wenn es dann so weit ist.

 

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So findest du eine Wohnung in der Schweiz

4 Gedanken zu „So findest du eine Wohnung in der Schweiz

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