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SchweizerdeutschHochdeutsch
Blaaschtifauler, aufgeblasener oder aufgedunsener Mensch
Brummli; brummleMurrkopf, Brummbär, immer zum Schimpfen aufgelegter Mensch; brummen, leise vor sich hinbrummen, verhalten schimpfen usw.
Bürzi (n.)Aufgebundener Haarknoten
Chirschichüsseli, ChirschisteichüsseliKleines Stoffkissen, das mit Kirschensteinen gefüllt ist. Das Ganze wird etwas aufgeheizt und dann als Bettflasche benützt.
Chnüttleteeine Art Spiessrutenlaufen als Spiel (oder Strafe wegen zB. unkameradschaflichem Verhalten). Die in zwei Reihen aufgestellten "Spieler" versuchten, mit einem geknoteten Taschentuch (oder einer Pfadfinder-Krawatte! Und das konnte ziemlich weh tun!) den durchlaufenden Kameraden zu treffen.
Chüngelibalg / ChüngelibaugDas abgezogene, zum Trocknen aufgehängte Fell eines Kaninchens
FürgstützGestell (oder auch nur eine senkrecht gestellte Leiter) vorne am Heuwagen damit die Ladung aufgetürmt werden kann.
Geisle; der letscht Zwick a der Geisle hahier Ra. für: eine Person (kann auch ein Tier sein), die praktisch den letzten Rest des in sie gesetzten Vertrauens aufgebraucht hat und nun kurz davor steht, ernste Konsequenzen befürchten zu müssen.
Grageel, Grageeuhochgewachsener, lang aufgeschossener Mensch; hohes, wacklig aufgerichtetes Holzgerüst, Ungetüm
Grageellang aufgeschossener Mensch.
Gumilöösig (f.)Gummilösung; Art Spezialkleber mit welchem der Flick auf dem defekten Gummischlauch des (meist) Veloreifens befestigt, bzw. aufgeklebt wurde.
Haber; sticht di der Haber?hier Ra. für: bist du gereizt, übermütig, aufgedreht? usw. (Es ist eine übertragene Redensart, die aus der Erfahrung mit Pferden stammt. Füttert man einem Pferd zu viel Hafer, wird es übermütig, bzw. habersturm).
Luusbueb (m.)1. solange noch im Kindesalter: pfiffiger und aufgeweckter Junge, Luuser (weibl. Gegenstück: "Luusmeitli") 2. Aber Achtung: Luusbueb wird auch verwendet für erwachsene Männer, die sich nicht zu benehmen wissen (auch: "Schnuderbueb", Rotzlöffel u.ä.), oder auch für kleine Gauner und sonstige Kleinkriminelle. 3. bstimmtes süsses Gebäck
Luusmeitli, Luusmeitschi (n.)solange noch im Kindesalter: schlaues und aufgewecktes Mädchen (weibliche Form von «Luuser»)
LäbchuecheRechteckiger Lebkuchen mit reichlichen Verzierungen (Bär, Beschriftungen) aus Zuckerglasur. Früher mit aufgeklebten silbernen «Füflibere» als Götti-Geschenk.
Müürggu / Mürggel (m.)1. Beim Backen des Brotes aufgesprungene Rinde 2. Brotanschnitt, bzw. Anschnitt des Laibes 3. (selten) Knirps, kleiner Junge
Pfluuschti, Pfnuuschti (m.)dicker, aufgedunsener, fauler, unbeweglicher usw. Mann; in Zssg. mit anderen Ausdrücken, zB. Pfluuschtihung, Pfluuschtisiech usw.
Pupertänz, pubertänzig (Fehler!)Ich machte Fehler: Wort heisst tubetänzig. Ist bereits aufgeführt in Ihrer Liste. Lediglich weitere Übersetzung: stigelisinnig
Rappel / Rappu; der Rappu haPsychose, Nervenzusammenbruch, Verleider usw.; Schlecht gelaunt, sauer, aufgeregt, manisch-depressiv, niedergeschlagen usw. sein
Ris (m.)1. abgegrenzter Spielbezirk mit aufgestellten Spielelementen (zB. Kegel, beim Kegeln) 2. ein Spiel Karten 3. fünf gleiche Stricknadeln zum Rundstricken 4. ein Riese; grosser Mensch
Rytigampfi, Rytiplampi, RytiseiliKinderschaukel (an Seilen oder Ketten aufgehängt). Im Gegensatz zur Wippe: siehe Gygampfi
RytiplampiHängeschaukel (an zwei Seilen aufgehängt)
SchafsekuSchimpfwort (Frage: Soll das aufgenommen werden? Immerhin wird der Ausdruck im ganzen deutschsprachigen Raum verstanden. Und ob er aus dem Berndeutschen kommt, ist erst noch fraglich. W.)
Schnabugeiss / Schnabelgeiss (f.)Eine Schnabelgeiss besteht aus einem Leinentuchumhang, aus dem nur ein Schnabelkopf herausschaut. Der Schnabelkopf besteht aus einem ausgehöhlten Holzpfahl. Der untere Teil ist davon abgespalten und mit Hilfe eines kleinen Mechanismus mit dem Pfahl verbunden. Der abgespaltene Teil kann laut zum Klappern gebracht werden. Der ausgehöhlte Holzpfahl ist mit Ziegen- oder Kuhhörnern versehen. Auch werden ihm Augen so aufgemalt, dass er einen furchterregenden Ausdruck bekommt. In den abgespaltenen Teil, den Unterkiefer werden z.T. schöne weisse Zähne eingesetzt. (s. Wikipedia)
Schnitz (m.)(Pl. Schnitze [einzeln], Schnitz als Menge), Viertel, Sechstel (oder wie von der Natur vorgegeben) usw. einer runden oder länglichen Frucht, die "von Pol zu Pol" aufgeschnitten oder zerteilt wurde (zB. Apfel, Melone, Orange usw.);
SchyterbygeEin Holzstoss mit gesägtem und gespaltenem Holz. Wird bei alten Bauernhäusern vorzugsweise an der Wetterseite aufgerichtet, damit die Kälte im Winter nicht ins Haus eindringen kann.
SchyterbygiEin Holzstoss mit gesägtem und gespaltenem Holz. Wird bei alten Bauernhäusern vorzugsweise an der Wetterseite aufgerichtet, damit die Kälte im Winter nicht ins Haus eindringen kann.
SchytterbygiAufgeschichtete Holzscheiter
SöiblaatereSchweineblase, wurde früher; aufgeblasen, als Schwimmhilfe für Kinder verwendet.
Truckli; usgseh oder derhär cho wie us em Trucklihier Ra. für: sehr aufgebretzelt und festlich angezogen und zurechtgemacht sein
VattermörderAufgestellter (Herren-)Hemdenkragen, dessen Enden nur an den Spitzen runtergeklappt sind.
aacho1. Ankommen, eintreffen (dr Zug isch scho aacho!) 2. einfallen (Was chunnt di aa?) 3. aufgenommen, akzeptiert werden (er isch schlächt aacho)
aatrabe(meist auf Befehl, dringenden Wunsch, Aufgebot usw.) bei oder vor jmd. antreten, sich persönlich präsentieren, vorstellen usw.
abhalftere / abhauftere1. dem Pferd das Halfter abnehmen 2. bildl. das Interesse an etwas verlieren, aufgeben
abhänke, abheiche (ländl.)1. Abhängen (zB. ein Bild, einen Waggon usw.) 2. Etwas aufgeben (zB. Verpflichtung, Arbeit usw.) 3. Jemanden (Verhältnis, Liebesverhältnis) aufgeben 4. Jemanden distanzieren (zB. im Rennen).
bowällwalzenförmig, nach aussen gewölbt, zB. wie eine bombierte Strasse oder ein Autoreifen, der - zu stark aufgepumpt - nun in der Mitte abgefahren ist
bäfzgebellen (Vorschlag: Löschen, da bereits im Lexikon aufgeführt)
chräschlig1. raschelnd 2. aufgekratzt, gesund, frisch, munter usw.; "si isch no fei chräschlig" von einer nicht mehr ganz jungen, aber noch sehr frisch und aufgestellt gebliebenen Frau
chäsig1. Wenn ein Gebäck mit Hefe nicht aufgeht (also "zusammenfällt") 2. sehr bleich und ungesund aussehen 3. ranzig sein 4. wenn etwas nervt, wird man deswegen "chäsig"
dranne; dranne blybedran; dranbleiben, ausharren, unentwegt durchziehen, nicht aufgeben, nicht loslassen
es Flohnerläbe haahallihallo schon vor längerer zeit gemeldet, leider nicht aufgenommen. kennt ihr den ausdruck nicht? LG franziska
flugerluftig, leicht, locker; stark aufgegangen (Gebäck)
gang dänne!hallihallo vor längerer zeit eingegeben, nicht aufgenommen. kennt ihr den ausdruck nicht? LG franziska
glotzemit weit aufgerissenen Augen in der Welt rumgucken (zB. Bundesrätin Leuthard); starren, stieren, gaffen, fixieren usw.
gmerkigaufgeweckt, schnell erkennend, richtig beobachtend usw.
isch dr öppis über ds Läberli gloffe?hallihallo schon 1x angegeben, leider nicht aufgenommen. kennt ihr den ausdruck nicht? LG franziska
la gheie1. Etwas herunter fallen lassen, 2. Eine Tätigkeit nicht zu Ende führen, 3. Sich vernachlässigen / sich aufgeben, 4. Jemanden aufgeben (wegen Hoffnungslosigkeit)
mache; er het sech gmachthier Ra. für: jemand hat sich (vielleicht sogar nach einem nicht viel versprechenden Beginn) positiv entwickelt bzw. aufgefangen; es ist doch noch etwas aus ihm geworden usw.
mit em lätze Scheiche zum Näscht uusderbe Variante von: mit dem linken Fuss zuerst aufgestanden, d.h. schlecht gelaunt
moumäu!erstaunlich, merkwürdig, aufgepasst!
putzt u gschträut (gstrählt)wörtl.: geputzt (aufgedonnert, zurechtgemacht usw.) und gekämmt; "Da bisch de putzt u gschträut!" Ra. für: da hast Du dann alles, was Du willst! da bleiben keine Wünsche mehr offen; da geht es Dir gut; mehr brauchst Du nicht! usw.
spienzle1) Etwas (mit Stolz) präsentieren, zeigen, unter die Nase reiben. Unaufgefordert und oft, um andere neidisch oder gluschtig zu machen. 2) Spähend scharf und verlangend schauen, spionieren, verstohlen blicken, liebäugeln usw.
spienzleunaufgefordertes Vorzeigen
stoubig1) staubig, voller Staub usw. 2) wütend, aufgebracht, sauer usw.
ufgschteut / ufgstelltaufgestellt; Ausdruck für eine freundliche, positiv eingestellte Person
umgheiefallen, umfallen, stürzen; aber auch bildl. den oder einen Widerstand aufgeben, wenn der Druck zu gross wird
zfridezufrieden; im übertragenen Sinn aber auch für flott, aufgestellt, lustig usw.

 

 

Welche Dialekte gibt es?

Üblicherweise werden die Dialekte nach den jeweiligen Kantonen gegliedert; man unterscheidet so unter anderem Baseldeutsch, Berndeutsch, Zürichdeutsch, Solothurnerdeutsch, Senslerisch, Urnerdeutsch, Glarnerdeutsch, Walliserdeutsch, Bündnerdeutsch, Appenzellerdeutsch oder St.-Galler-Deutsch. Dialektologisch gesehen treffen diese Charakterisierungen nur in Einzelfällen wirklich zu. So bilden etwa Berndeutsch, St.-Galler-Deutsch oder Bündnerdeutsch keineswegs Einheiten, und umgekehrt sind die Unterschiede zwischen z. B. nördlichem St.-Galler-Deutsch, Thurgauerdeutsch und Schaffhauserdeutsch sehr gering. Ohnehin findet sich nur in wenigen Fällen ein Merkmal, das nur in einer bestimmten Region vorkommt und sie von allen anderen abgrenzen würde.

Wortbildung

Das Schweizerdeutsche hat einige typische Eigenheiten der Wortbildung, die in anderen deutschen Dialekten kaum vorkommen.
Bekannt sind vor allem die Verkleinerungsformen die auf „-li“ enden. Oft existieren von einem Begriff verschiedne Varianten wie z. B. Hündli, Hündeli und Hundeli (kleiner Hund). Nicht jeder Begriff der auf „-li“ endet, ist aber automatisch eine Verkleinerungsform. Das Müesli (Frühstücksflocken auf Haferflockenbasis) ist nicht die Verkleinerung von Mues (Mus), Rüebli (Karotte) nicht die Verkleinerung von Rüebe (Speiserübe) und Gipfeli (Croissant) nicht die Verkleinerung von Gipfel (bspw. Berggipfel).

Es gibt im Schweizerdeutschen auch Verben in Verkleinerungsform, die auf „-ele“ enden. Diese werden vor allem im Kontext mit Kindern verwendet, wie zum Beispiele schlääffele für schlaaffe (schlafen), was niedlicher tönt. Es gibt aber auch eher abwertende Verkleinerungsformen. Schäffele statt schaffe (arbeiten) ist so eine. Auch für gemütliche, ausgedehnte Tätigkeit wie käfele (von Kaffee trinken) oder zmörgele (von Zmorge Frühstück) wird Endung auf „-ele“ gerne gebraucht.

Typisch für das Schweizerdeutsche sind aus dem Verb gebildete Täterbezeichnungen auf „-i“, wie Laferi von lafere (weitschweifig reden) oder Plagööri von plagiere (prahlen).
Um einen Vorgang auszudrücken, wird die Endung „-ete“ verwendet, z. B. Truckete (Gedränge) von trucke (drängeln) oder Züglete (Umzug) von zügle (umziehen). Einige dieser Begriffe haben sich konkretisiert, z. B. Lismete (Strickzeug) von lisme (stricken) oder Metzgete (Schlachtplatte) von metzge (schlachten).

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Wortherkunft und Ursprung Schweizerischer Wörter

Im Schweizerdeutschen gibt es sehr viele französische und italienische Lehnwörter. Dies führt oft zu Missverständnissen bei Personen, die keinen alemannischen Dialekt verstehen. Eine Auswahl solch typischer Wörtern und von Ausdrück ist in der folgenden Liste zu finden. (Es steht jeweils zuerst das schweizerdeutsche Wort bzw. der schweizerdeutsche Ausdruck, teilweise mit regionalen Varianten.)

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