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SchweizerdeutschHochdeutsch
Chätzer1. Ketzer 2. Tausendsassa, erstaunlicher oder ärgniserregender Kerl
Herrgottstonner1. einerseits anerkennende Bez. für eine Person, der wir Respekt zollen; Tausendsassa; Hansdampf in allen Gassen usw. 2. aber auch ärgerliche Bezeichnung über einen Gegenstand (oder auch einen Menschen), der uns Schwierigkeiten bereitet
Herrgottstonner1. respektvolle Bez. für eine Person im Sinne von Tausendsassa, Hansdampf in allen Gassen usw. 2. auch ärgerliche Bezeichnung über einen Gegenstand (oder auch einen Menschen), der uns Schwierigkeiten bereitet
Lyri; LyribänzLangweiler, Zauderer; Kerl, der in einer Diskussion vom Hundertsten ins Tausendste schwadroniert, ohne sich auf das Wesentliche zu beschränken. Hauptmerkmal von vielen Politikern und Rechtsanwälten: Unmässig viel sprechen, ohne damit etwas zu sagen.
Mähl / Määu; wou määu!Mehl; Ra. für die Bekräftigung von etwas Gesagtem: potztausend, aber ganz sicher, usw.
Ohregrübu1. Tausendfüssler, 2. Wattestäbchen
Schnouz, Schnöiz; Potz Schnouz!Schnurrbart, aber auch (vor allem in der Mehrz.: "die Schnöiz") Bezeichnung für eine Gruppe von Leuten, mit denen man sich hin und wieder herumschlagen muss (zB. die vom Steueramt, von der Polizei usw.); Potztausend!
SibesiechTausendsassa, Allerweltskerl
Tuusigscheichler (m.)Tausendfüssler
heitere Fahne! / Heiterefahne!Ausruf des Erstaunens. svw.: ei der tausend! potz Blitz! usw., aber auch etwas verschärfend: verdammt, oder verflucht nochmal usw.
hund setzt ä kaktusdr hund isch am schi....fahre (Vermerk: Wieso nur der Hund? Der Mensch tut dies doch genau so. Ausserdem gibt es noch tausend andere Bezeichnungen dafür. Ich würden dies streichen.)

 

 

Welche Dialekte gibt es?

Üblicherweise werden die Dialekte nach den jeweiligen Kantonen gegliedert; man unterscheidet so unter anderem Baseldeutsch, Berndeutsch, Zürichdeutsch, Solothurnerdeutsch, Senslerisch, Urnerdeutsch, Glarnerdeutsch, Walliserdeutsch, Bündnerdeutsch, Appenzellerdeutsch oder St.-Galler-Deutsch. Dialektologisch gesehen treffen diese Charakterisierungen nur in Einzelfällen wirklich zu. So bilden etwa Berndeutsch, St.-Galler-Deutsch oder Bündnerdeutsch keineswegs Einheiten, und umgekehrt sind die Unterschiede zwischen z. B. nördlichem St.-Galler-Deutsch, Thurgauerdeutsch und Schaffhauserdeutsch sehr gering. Ohnehin findet sich nur in wenigen Fällen ein Merkmal, das nur in einer bestimmten Region vorkommt und sie von allen anderen abgrenzen würde.

Wortbildung

Das Schweizerdeutsche hat einige typische Eigenheiten der Wortbildung, die in anderen deutschen Dialekten kaum vorkommen.
Bekannt sind vor allem die Verkleinerungsformen die auf „-li“ enden. Oft existieren von einem Begriff verschiedne Varianten wie z. B. Hündli, Hündeli und Hundeli (kleiner Hund). Nicht jeder Begriff der auf „-li“ endet, ist aber automatisch eine Verkleinerungsform. Das Müesli (Frühstücksflocken auf Haferflockenbasis) ist nicht die Verkleinerung von Mues (Mus), Rüebli (Karotte) nicht die Verkleinerung von Rüebe (Speiserübe) und Gipfeli (Croissant) nicht die Verkleinerung von Gipfel (bspw. Berggipfel).

Es gibt im Schweizerdeutschen auch Verben in Verkleinerungsform, die auf „-ele“ enden. Diese werden vor allem im Kontext mit Kindern verwendet, wie zum Beispiele schlääffele für schlaaffe (schlafen), was niedlicher tönt. Es gibt aber auch eher abwertende Verkleinerungsformen. Schäffele statt schaffe (arbeiten) ist so eine. Auch für gemütliche, ausgedehnte Tätigkeit wie käfele (von Kaffee trinken) oder zmörgele (von Zmorge Frühstück) wird Endung auf „-ele“ gerne gebraucht.

Typisch für das Schweizerdeutsche sind aus dem Verb gebildete Täterbezeichnungen auf „-i“, wie Laferi von lafere (weitschweifig reden) oder Plagööri von plagiere (prahlen).
Um einen Vorgang auszudrücken, wird die Endung „-ete“ verwendet, z. B. Truckete (Gedränge) von trucke (drängeln) oder Züglete (Umzug) von zügle (umziehen). Einige dieser Begriffe haben sich konkretisiert, z. B. Lismete (Strickzeug) von lisme (stricken) oder Metzgete (Schlachtplatte) von metzge (schlachten).

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Wortherkunft und Ursprung Schweizerischer Wörter

Im Schweizerdeutschen gibt es sehr viele französische und italienische Lehnwörter. Dies führt oft zu Missverständnissen bei Personen, die keinen alemannischen Dialekt verstehen. Eine Auswahl solch typischer Wörtern und von Ausdrück ist in der folgenden Liste zu finden. (Es steht jeweils zuerst das schweizerdeutsche Wort bzw. der schweizerdeutsche Ausdruck, teilweise mit regionalen Varianten.)

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