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SchweizerdeutschHochdeutsch
FlirzAugensekretion, Augenziger (zB. am Morgen beim Aufwachen)
Gaffee gompeZMorge auch zum ZNacht. Butter, Ei Confi, Käse, Brot, ev. Aufschnitt franz. café complet
Moins!(Bub.) Guten Morgen! Salü, Grüezi usw.
Moscht; i d'Möscht gaHier Ra. für: Es geht in der Tat um Flüssiges, wenn man i d'Möscht geht. Dann zieht man nämlich so ein wenig um die Häuser und löscht seinen Durst mit allerhand Getränken alkoholischer Art und ist überhaupt sehr ausgelassen. Dazu gehört selbstverständlich auch, dass man es übertreibt, zu spät ins Bett kommt und am nächsten Morgen einen schweren Kopf hat. Aber dem Gemüt, dem geht es richtig gut.
Mäntigsmodäu / Mändimodäuein zB. Auto aus der Montag-(Morgen-)Produktion, welches, obwohl fabrikneu, gravierende Mängel aufweist (Begründung siehe: Arthur Hailey, "Räder")
MäntimorgeMontagmorgen
Rucksackpuur ein Kleinbauer, der am Morgen den Stall besorgt und dann noch auf die Arbeit geht (auswärts angestellt ist)
Zmorge; ds Zmorge nomau aaluegeerbrechen, vor allem auf dem Schiff, bei Seekrankheit.
ZmorgeFrühstück
ZmorgeMorgenessen
bsetze1. besetzen (zB. ein Land, ein Haus, einen Tisch usw.) 2. reservieren, belegen (zB. die lieben Leute vom grössten Kanton, die in den Ferien mit ihren Badetüchern bereits vor dem Morgenessen, in aller Hergottsfrühe die besten Liegestuhlplätze besetzen) 3. (besetzt: von Gestalt) untersetzt, gedrungen
chummligäs chiemer chummlig, würds morn rägne. Es wäre mir willkommen, würde es morgen regnen.
e moubeDer Morgen
grüessechsich guten Morgen wünschen!
mointzguten Morgen (?)
morn; übermornmorgen (im Sinn von: gestern - heute - morgen); übermorgen
tage; es tagetder Morgen dämmert, es wird hell
umorgelefam.: umorganisieren, umstellen
z'mondristmorgen (morn)
zytig1. reif, überreif 2. frühmorgens

 

 

Welche Dialekte gibt es?

Üblicherweise werden die Dialekte nach den jeweiligen Kantonen gegliedert; man unterscheidet so unter anderem Baseldeutsch, Berndeutsch, Zürichdeutsch, Solothurnerdeutsch, Senslerisch, Urnerdeutsch, Glarnerdeutsch, Walliserdeutsch, Bündnerdeutsch, Appenzellerdeutsch oder St.-Galler-Deutsch. Dialektologisch gesehen treffen diese Charakterisierungen nur in Einzelfällen wirklich zu. So bilden etwa Berndeutsch, St.-Galler-Deutsch oder Bündnerdeutsch keineswegs Einheiten, und umgekehrt sind die Unterschiede zwischen z. B. nördlichem St.-Galler-Deutsch, Thurgauerdeutsch und Schaffhauserdeutsch sehr gering. Ohnehin findet sich nur in wenigen Fällen ein Merkmal, das nur in einer bestimmten Region vorkommt und sie von allen anderen abgrenzen würde.

Wortbildung

Das Schweizerdeutsche hat einige typische Eigenheiten der Wortbildung, die in anderen deutschen Dialekten kaum vorkommen.
Bekannt sind vor allem die Verkleinerungsformen die auf „-li“ enden. Oft existieren von einem Begriff verschiedne Varianten wie z. B. Hündli, Hündeli und Hundeli (kleiner Hund). Nicht jeder Begriff der auf „-li“ endet, ist aber automatisch eine Verkleinerungsform. Das Müesli (Frühstücksflocken auf Haferflockenbasis) ist nicht die Verkleinerung von Mues (Mus), Rüebli (Karotte) nicht die Verkleinerung von Rüebe (Speiserübe) und Gipfeli (Croissant) nicht die Verkleinerung von Gipfel (bspw. Berggipfel).

Es gibt im Schweizerdeutschen auch Verben in Verkleinerungsform, die auf „-ele“ enden. Diese werden vor allem im Kontext mit Kindern verwendet, wie zum Beispiele schlääffele für schlaaffe (schlafen), was niedlicher tönt. Es gibt aber auch eher abwertende Verkleinerungsformen. Schäffele statt schaffe (arbeiten) ist so eine. Auch für gemütliche, ausgedehnte Tätigkeit wie käfele (von Kaffee trinken) oder zmörgele (von Zmorge Frühstück) wird Endung auf „-ele“ gerne gebraucht.

Typisch für das Schweizerdeutsche sind aus dem Verb gebildete Täterbezeichnungen auf „-i“, wie Laferi von lafere (weitschweifig reden) oder Plagööri von plagiere (prahlen).
Um einen Vorgang auszudrücken, wird die Endung „-ete“ verwendet, z. B. Truckete (Gedränge) von trucke (drängeln) oder Züglete (Umzug) von zügle (umziehen). Einige dieser Begriffe haben sich konkretisiert, z. B. Lismete (Strickzeug) von lisme (stricken) oder Metzgete (Schlachtplatte) von metzge (schlachten).

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Wortherkunft und Ursprung Schweizerischer Wörter

Im Schweizerdeutschen gibt es sehr viele französische und italienische Lehnwörter. Dies führt oft zu Missverständnissen bei Personen, die keinen alemannischen Dialekt verstehen. Eine Auswahl solch typischer Wörtern und von Ausdrück ist in der folgenden Liste zu finden. (Es steht jeweils zuerst das schweizerdeutsche Wort bzw. der schweizerdeutsche Ausdruck, teilweise mit regionalen Varianten.)

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