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SchweizerdeutschHochdeutsch
Chomet, ChumetKumet, Geschirr der Zugtiere; bildlich: Arbeitslast
Chummer haKummer, Sorgen haben
Schnabugeiss / Schnabelgeiss (f.)Eine Schnabelgeiss besteht aus einem Leinentuchumhang, aus dem nur ein Schnabelkopf herausschaut. Der Schnabelkopf besteht aus einem ausgehöhlten Holzpfahl. Der untere Teil ist davon abgespalten und mit Hilfe eines kleinen Mechanismus mit dem Pfahl verbunden. Der abgespaltene Teil kann laut zum Klappern gebracht werden. Der ausgehöhlte Holzpfahl ist mit Ziegen- oder Kuhhörnern versehen. Auch werden ihm Augen so aufgemalt, dass er einen furchterregenden Ausdruck bekommt. In den abgespaltenen Teil, den Unterkiefer werden z.T. schöne weisse Zähne eingesetzt. (s. Wikipedia)
SchumeischterBezeichnung für Lehrer (alt/ironisch)
Tschumpeli1. dim. für einfältige, weibliche Person 2. ein Gläschen Wein (1 dl.)
Tschumpu / Tschumpel1. einfältiger Mensch (meist für eine Frau gebraucht) 2. aber auch gewissermassen das Gegenstück zum männlichen "Tscholi"
Vogu / Vögu (Pl.); i überchume no VöguVogel, aber auch undurchsichtiger Typ; Ra. für: Du überforderst mich langsam, Du gehtst mir langsam auf den Geist, ich werde bald explodieren, wenn das so weitergeht usw.
Wiggle; tue wie ne Wigglezetern wie eine Elster. Leider im Berndeutsch-Lexikon nur der Steinkauz, der macht aber keine solchen Laute, für alte Leute ist es eindeutig die Elster. (Der Redaktion nicht bekannt. Erklärung wurde genau so vom Einsender übernommen. Wer kann helfen?). Weitere Auslegung eines Einsenders: Hallo mi Grossmuetter het gseit, die sägi dr tod vorus. Si rüefi: "Chumm mit! Chumm mit!"
Wäue; d WäueWelle; die hintere wellenförmige Treppe beim Berner Bahnhof. So hörte ich jemand sagen: «Chumm, mir göh doch d Wäue uuf.»
chumm dahäre!komm (hier)her!
chummlig, chummlechbequem, gelegen, gut passend, willkommen usw.
chummligwillkommen, gelegen, bequem
chummligäs chiemer chummlig, würds morn rägne. Es wäre mir willkommen, würde es morgen regnen.
fürig1. übrig, übriggeblieben, vorrätig 2. überflüssig, entbehrlich: "Chumm hei, hie sy mer fürig!" 3. (was für) welche; "was fürig?" "Was fürigi sy das?"
füürig, füürausgesprochen wie zB. düür (für: dürr oder durch) 1. übrig, vorrätig "hets no öppis füürig für mi?" 2. überflüssig, entbehrlich "Chumm! Mir gö! Hie sy mer füürig!" 3. überzählig, überschüssig usw.
tschumple; umetschumplerumspazieren, ohne Ziel aber mit viel Zeit
tschumplezu Fuss gehen, wandern, marschieren usw.
tschumpplegehen (auch ausdruck für wandern)
zuechecho1. herankommen: "chumm doch neecher zueche" 2. angestellt werden (oder eben auch nicht): "er isch nid zuechecho"
öppe1. etwa, ungefähr ("öppen am Eis isch er cho") 2. vielleicht, zufällig ("Het men ech's öppe scho gseit?") 3. zuweilen ("Er chunt oppe zuen is") 4. hoffentlich, sicherlich ("oppe wohl!") 5. endlich! ("Chum de öppe!")

 

 

Welche Dialekte gibt es?

Üblicherweise werden die Dialekte nach den jeweiligen Kantonen gegliedert; man unterscheidet so unter anderem Baseldeutsch, Berndeutsch, Zürichdeutsch, Solothurnerdeutsch, Senslerisch, Urnerdeutsch, Glarnerdeutsch, Walliserdeutsch, Bündnerdeutsch, Appenzellerdeutsch oder St.-Galler-Deutsch. Dialektologisch gesehen treffen diese Charakterisierungen nur in Einzelfällen wirklich zu. So bilden etwa Berndeutsch, St.-Galler-Deutsch oder Bündnerdeutsch keineswegs Einheiten, und umgekehrt sind die Unterschiede zwischen z. B. nördlichem St.-Galler-Deutsch, Thurgauerdeutsch und Schaffhauserdeutsch sehr gering. Ohnehin findet sich nur in wenigen Fällen ein Merkmal, das nur in einer bestimmten Region vorkommt und sie von allen anderen abgrenzen würde.

Wortbildung

Das Schweizerdeutsche hat einige typische Eigenheiten der Wortbildung, die in anderen deutschen Dialekten kaum vorkommen.
Bekannt sind vor allem die Verkleinerungsformen die auf „-li“ enden. Oft existieren von einem Begriff verschiedne Varianten wie z. B. Hündli, Hündeli und Hundeli (kleiner Hund). Nicht jeder Begriff der auf „-li“ endet, ist aber automatisch eine Verkleinerungsform. Das Müesli (Frühstücksflocken auf Haferflockenbasis) ist nicht die Verkleinerung von Mues (Mus), Rüebli (Karotte) nicht die Verkleinerung von Rüebe (Speiserübe) und Gipfeli (Croissant) nicht die Verkleinerung von Gipfel (bspw. Berggipfel).

Es gibt im Schweizerdeutschen auch Verben in Verkleinerungsform, die auf „-ele“ enden. Diese werden vor allem im Kontext mit Kindern verwendet, wie zum Beispiele schlääffele für schlaaffe (schlafen), was niedlicher tönt. Es gibt aber auch eher abwertende Verkleinerungsformen. Schäffele statt schaffe (arbeiten) ist so eine. Auch für gemütliche, ausgedehnte Tätigkeit wie käfele (von Kaffee trinken) oder zmörgele (von Zmorge Frühstück) wird Endung auf „-ele“ gerne gebraucht.

Typisch für das Schweizerdeutsche sind aus dem Verb gebildete Täterbezeichnungen auf „-i“, wie Laferi von lafere (weitschweifig reden) oder Plagööri von plagiere (prahlen).
Um einen Vorgang auszudrücken, wird die Endung „-ete“ verwendet, z. B. Truckete (Gedränge) von trucke (drängeln) oder Züglete (Umzug) von zügle (umziehen). Einige dieser Begriffe haben sich konkretisiert, z. B. Lismete (Strickzeug) von lisme (stricken) oder Metzgete (Schlachtplatte) von metzge (schlachten).

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Wortherkunft und Ursprung Schweizerischer Wörter

Im Schweizerdeutschen gibt es sehr viele französische und italienische Lehnwörter. Dies führt oft zu Missverständnissen bei Personen, die keinen alemannischen Dialekt verstehen. Eine Auswahl solch typischer Wörtern und von Ausdrück ist in der folgenden Liste zu finden. (Es steht jeweils zuerst das schweizerdeutsche Wort bzw. der schweizerdeutsche Ausdruck, teilweise mit regionalen Varianten.)

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