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SchweizerdeutschHochdeutsch
BchleidigAnzug für Männer
Bösi (f.)Schleichtigkeit, Bosheit usw.
ChleidKleid
Chleipe (f.)Ohrfeige, e Chleipe zum Gring
ChleipiLeim
ChoderHalsschleim, Spucke
Chrott; e Chrott im HalsKröte; Ra. für: einen Kloss im Hals haben (physisch, in Form von zB. Schleim oder psychisch, durch zB. Angst, Hemmungen usw.), der an der deutlichen Aussprache hindert. zB. vor dem "Ja" in der Kirche.
ChöderligAuswurf, ausgespuckter Schleim
Dychi (m.); Dyche (f.)Schleimiger Kerl, Heuchler, Leisetreter, Duckmäuser
GSCHLIFERIGschleimig
Grüene (m.)1. Mitglied der Grünen 2. Umwelt-Aktivist 3. Sehr schleimige, grüne Spucke
Gschleik (n.)Affäre, (Liebes)-Beziehung, -Verhältnis, etwas am Laufen haben usw.
Gschleipf (n.)eher derb für: Liebesverhältnis zweier Menschen
Gunte (m.)1. Rechnung (auch Erzählung, Müsterchen; siehe Güntli) 2. Eiserner Keil mit Ring zum Anpacken und Schleifen gefällter Baumstämme (auch Guntel, bzw. "es Guntli"
Hüpple; öpper id Hüpple nähKard-Eisen (gem. R. Bietenhard); jmd. "drannehmen", d.h. erziehen oder gar dressieren, schleifen usw.
Lätsch (m.)1. Schleife (zB. beim Schuhebinden) 2. Schlinge (zB. bei einer Falle) 3. Masche (beim Stricken) 4. Gesichtsausdruck (machen)
Lätsch (m.)1."mach doch nid so e lätsch" ein trauriges Gesicht machen 2. Schleife, Masche (auch beim Stricken)
LätschSchleife, unzufriedener Gesichtsausdruck
PoschettliEinstecktüchlein
Schagettchleidein Deux-pièces,Jupe u. passende Jacke
Schaggett; SchaggettchleidDamenjacke; Damenkleid mit Jacke (Deux-pièces: Jupe u. passende Jacke)
Schleipftrog1. Radschuh, Hemmschuh (wurde früher bei Fuhrwerken mit ungebremsten Anhängern verwendet, dass diese beim Bergabfahren nicht in die Beine der Zugpferde fuhren. Auch zum Sichern in Steigungen). 2. langsame Person, die die anderen behindert
Schliiferein Schleimer (einer der den Frauen nachstellt)
SchlöfSchleifschuhe
Schnuder; Schnudere, Schnudernase(fliessender) Nasenschleim, Rotz; Triefnase, Schnudernase ("Putz dini Schnúdere!")
Schärischlyffer1. Scherenschleifer, 2. Durchtriebener Kerl
Verhabni (n. Pl.)Fasnachtsküchlein
aachleipeankleben
aaschleikeetwas oder jemanden mit sich führen: "was hesch de da wider für eine agschleikt?"
aaschleipfeetwas herankarren, herantragen
büüssele1. schmeicheln, "büss büss mache", sich einschleimen usw. 2. Wollflocken bilden: "wi schad, dass dä Pulover e so büsselet"
chleiein bisschen, ein wenig. Vgl. «chly»
chleipeetwas kleben, bzw. kleben machen usw.
chodere(Schleim) spucken (im Gegensatz zu "spöie" oder "spöize")
chrättele, umechrättele1. langsam leichte Arbeit verrichten, sich beschäftigen, basteln usw. 2. schmeicheln, liebedienern, sich anschleimen usw.
chüechle1. Fasnachtsküchlein herstellen 2. Etwas falsch oder schlecht machen (Was hesch wieder gchüechlet? = was hast Du wieder gemacht oder angestellt?)
d chatz duer e bach schleipfeKastanien aus dem Feuer holen - daem hani d chatz duer e bach gschleipft
däsele1. sich möglichst leise auf den Zehenspitzen vorwärts bewegen 2. schmeicheln, sich anbiedern (er isch um ne nume däselet = er hat sich angeschleimt, ihm die Aktentasche getragen usw.)
düderle, düdere1. dudeln, leise Musik spielen 2. schmeicheln, schönreden, schleimen usw. 3. Anspielungen machen
düsseleleise schleichen, auf den Zehenspitzen gehen
französisch verschwindebzw. sich französisch verabschieden: bei einer Einladung, Besuch, Zusammenkunft usw. heimlich davonschleichen, ohne sich zu verabschieden und so diskret, dass auch niemand den Abgang bemerkt.
heltenneigen, schräg halten (Luterbrunnetal). Da chunnt ja kei Gaffee us der Channen, helt sa e chlein meh.
rünne1. rinnen (zB. der Schweiss von der Stirn) 2. durchlässig, löchrig, nicht dicht sein usw. (zB. eine Schlauchverbindung, ein Dach, eine Blechdose usw., aber auch ein schlechter Torhüter, zB. beim Fussball) 3. bildl.: nicht stichhaltig sein (Bub.: zB. eine Behauptung) 4. (Bub.) spinnen, nicht ganz bei Trost sein: "dä rünnt!" 5. auch ein Bächlein rinnt
scharmiere; desume scharmiere(franz.: charmer für bezaubern); seinen Charme sprühen lassen oder einfach nur in der Gegend rumflirten und sich überall einzuschleimen versuchen
scharwänzlejemandem denn Hof machen oder jemandem schmeicheln (heute: anschleimen)
schleipfe, schleikeschleppen, hinter sich herziehen, tragen usw.
schleipftrogzwöiti bedütig. das isch e isige radschue wome bim nidsig fahre mit emene fuerwärch ungerleit het zum brämse ,oder weme am hoger het müesse haute für ds fuerwärch dz ephaa im fau das der mechanig nid het möge gfahre. (Anmerkung: Im Lexikon: langsame Person, die andere behindert. W.)
schlyche; abschlycheschleichen; Ra. für: abhauen, sich entfernen usw.: "Schlych ab, süsch ...."
schlyffe1. schleifen, schärfen (zB. Messer, Scheren usw.) 2. schleifen, verputzen von Oberflächen 3. schleifen von Edelsteinen 4. schleifen von Soldaten beim Exerzieren
schlürme1. naschhaft sein, naschen 2. herumschnüffeln, umherschleichen
schnudereNasenschleim absondern oder mehr oder weniger geräuschvoll wieder "heraufziehen"
süesshouzraschpleschmeicheln, (falsche) Komplimente machen, sich einschleimen, alles zu d e m e i n e n Zweck.
tschaaggeschlurfen, die ausgetretenen Schuhe nachschleifen
tschiegge, tschiepeschlurfen, die Schuhe schwerfällig nachschleifen
tschirggedie Schuhe am Boden nachschleifen
tycheschleichen; är isch dervo tiche - er hat sich davon gemacht
tüüssele, düüsselesich sehr vorsichtig und vor allem lautlos fortzubewegen versuchen, schleichen usw.
tüüsseleSchleichen; schlyche (dür d'Müli tüüssele = nid ganz uf der Höchi sy)
tüüsseleschleichen
verhörne, verhööneein Messer zB. schartig bzw. stumpf machen, indem man etwas Hartes zu schneiden versucht; eigentlich das Gegenteil von schleifen
verschleipfe1. verschleppen, wegschleppen und verlieren, heimlich wegschaffen 2. von einer Krankheit nicht oder nur sehr langsam geheilt werden
vertrücke, verdrücke (sech)1. zusammendrücken, erdrücken 2. fam. für essen, alles aufessen 3. sich entfernen, abschleichen usw.
veschleikein der Unordnung verlegen, verschleppen, heimlich fortschaffen usw.
zaageschleifen
zybeledurch den Schnee schleifen, auf dem Eis (auf der Eisbahn) gleiten
Überchleid, Überchleider(meist im Pl. gebraucht) Arbeits- oder Spezialkleidung (zB. zu Werbezwecken), die man sich vielfach über die normale Alltagskleidung anzieht, Overall, Blaumann usw.

 

 

Welche Dialekte gibt es?

Üblicherweise werden die Dialekte nach den jeweiligen Kantonen gegliedert; man unterscheidet so unter anderem Baseldeutsch, Berndeutsch, Zürichdeutsch, Solothurnerdeutsch, Senslerisch, Urnerdeutsch, Glarnerdeutsch, Walliserdeutsch, Bündnerdeutsch, Appenzellerdeutsch oder St.-Galler-Deutsch. Dialektologisch gesehen treffen diese Charakterisierungen nur in Einzelfällen wirklich zu. So bilden etwa Berndeutsch, St.-Galler-Deutsch oder Bündnerdeutsch keineswegs Einheiten, und umgekehrt sind die Unterschiede zwischen z. B. nördlichem St.-Galler-Deutsch, Thurgauerdeutsch und Schaffhauserdeutsch sehr gering. Ohnehin findet sich nur in wenigen Fällen ein Merkmal, das nur in einer bestimmten Region vorkommt und sie von allen anderen abgrenzen würde.

Wortbildung

Das Schweizerdeutsche hat einige typische Eigenheiten der Wortbildung, die in anderen deutschen Dialekten kaum vorkommen.
Bekannt sind vor allem die Verkleinerungsformen die auf „-li“ enden. Oft existieren von einem Begriff verschiedne Varianten wie z. B. Hündli, Hündeli und Hundeli (kleiner Hund). Nicht jeder Begriff der auf „-li“ endet, ist aber automatisch eine Verkleinerungsform. Das Müesli (Frühstücksflocken auf Haferflockenbasis) ist nicht die Verkleinerung von Mues (Mus), Rüebli (Karotte) nicht die Verkleinerung von Rüebe (Speiserübe) und Gipfeli (Croissant) nicht die Verkleinerung von Gipfel (bspw. Berggipfel).

Es gibt im Schweizerdeutschen auch Verben in Verkleinerungsform, die auf „-ele“ enden. Diese werden vor allem im Kontext mit Kindern verwendet, wie zum Beispiele schlääffele für schlaaffe (schlafen), was niedlicher tönt. Es gibt aber auch eher abwertende Verkleinerungsformen. Schäffele statt schaffe (arbeiten) ist so eine. Auch für gemütliche, ausgedehnte Tätigkeit wie käfele (von Kaffee trinken) oder zmörgele (von Zmorge Frühstück) wird Endung auf „-ele“ gerne gebraucht.

Typisch für das Schweizerdeutsche sind aus dem Verb gebildete Täterbezeichnungen auf „-i“, wie Laferi von lafere (weitschweifig reden) oder Plagööri von plagiere (prahlen).
Um einen Vorgang auszudrücken, wird die Endung „-ete“ verwendet, z. B. Truckete (Gedränge) von trucke (drängeln) oder Züglete (Umzug) von zügle (umziehen). Einige dieser Begriffe haben sich konkretisiert, z. B. Lismete (Strickzeug) von lisme (stricken) oder Metzgete (Schlachtplatte) von metzge (schlachten).

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Wortherkunft und Ursprung Schweizerischer Wörter

Im Schweizerdeutschen gibt es sehr viele französische und italienische Lehnwörter. Dies führt oft zu Missverständnissen bei Personen, die keinen alemannischen Dialekt verstehen. Eine Auswahl solch typischer Wörtern und von Ausdrück ist in der folgenden Liste zu finden. (Es steht jeweils zuerst das schweizerdeutsche Wort bzw. der schweizerdeutsche Ausdruck, teilweise mit regionalen Varianten.)

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