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SchweizerdeutschHochdeutsch
Aff; ...wie ne gchläpfte n AffE Schnure mache (oder ha), wie ne gchläpfte n Aff. Ra. für bildl.: ein verdutztes, erstauntes, ungläubiges, überraschtes usw. Gesicht machen; aber auch (oft ungerechtfertigte) Beschreibung eines Menschen, den man einfach nicht mag (zB. Konkurrent, Nebenbuhler usw.)
Ascht; en Ascht haaErschöpfung oder auch plötzliche Müdigkeit (zB. Hungerascht) oder Katermüdigkeit (zB. vom Vorabend)
BaaschtI bi baascht = i bi kabutt. Dr Joint isch baascht = är isch fertig
BaaschterLetzt Zug vomne Joint.
Badchaschte (m.)frühere Bez. für die heutige Badewanne; auch Sitzbadewanne, Holzbottich usw. (siehe auch Wikipedia: Badekasten)
Badchaschteältere Bez. für Badewanne
Baschter / PaschterBastard; nicht rassenreines Tier; aber auch: u.U. ziemlich böse Beschimpfung
Blaaschtifauler, aufgeblasener oder aufgedunsener Mensch
Blascht1. Atem, Blaskraft 2. Windstoss, Gewitter, Regenschauer 3. Blase (Mz. "Blääscht") zB. vom Arbeiten 4. Leeres Geschwätz 5. Zeugs (zB. "dr ganz Blascht" = Das ganze Zeugs, der ganze Kasumpel usw.)
Braschtisiehe Praschti
BriefchaschteBriefkasten
ChaschteKasten
GaschtstubetraktorServiertochter
Glotze (f.), GlotzchischteFernsehapparat, TV-Gerät, "Glotzchaschte" usw.
LaschtLast
Pflaartsch, Pflaascht (m.)faule und bequeme Frau, Schlampe
Pflaschter1. Wundverband u.ä. 2. Zement oder Mörtel 3. Strassenpflaster 4. in Zssg. zB. "es fuus Pflaschter" eine faule Person, bes. Frau
Plaaschti(e), (ume)plaaschtem/w für FaulenzerIn, langsamer,träger Mensch
Praschti / Braschti Angeber, Viel- und Dummschwätzer, Plagöri, Schnorri usw.
PraschtiPrahlhans, Aufschneider
Schwitzchaschte; öpper i Schwitzchaschte nähjmd. sehr zusetzen, ihn im Kampf oder auch verbal in die Enge treiben
Schwitzer; SchwitzchaschteSchwitzkasten; Art Würgegriff
TschaupiTollpascht
TöggelichaschteTischfussballspiel
baschta! / paschta!Zuruf für: genug, aufhören, es reicht usw.
braschtäzusammen reden, diskutieren
chrisaschtekrachen, zusammenbrechen, generell geräuschvolles Ereignis
chrisaschtnegib Gas, beeil dich
dryluege: läng dryluegehier Ra. für: negativ berührt oder überrascht sein (ein langes Gesicht machen)
ebnachtevon der Dunkelheit, bzw. von der Nacht überrascht oder "eingeholt" werden, ohne dafür ausgerüstet zu sein
faschtbeinahe, nicht ganz
gurunischeisse, cool,überrascht
hushaschtehaushalten den Haushalt besorgen
maschtigfeist, üppig, saftig (von Pflanzen)
murgseöppis fascht kaputt mache
paff sysprachlos, uberrascht, überrumpelt sein
paff syüberrascht, sprachlos sein
pflaschtere1. zementieren 2. eine Strasse pflastern
plaaschtefaul herumliegen, auf der faulen Haut liegen, faulenzen usw.
praschte, braschtewichtigtuerisch, hoch angeben, grosse Klappe haben aber undeutlich sprechen, prahlen usw.
praschteangeben, prahlen, grosses Maul führen
töggelichaschtetischfussball töggele : tischfussball spielen
usflippeusraschte
ä Ascht haaplötzliche Müdigkeit, Katermüdigkeit haben (Vorschlag: Ascht, en Ascht haa. Siehe auch: Hungerascht)

 

 

Welche Dialekte gibt es?

Üblicherweise werden die Dialekte nach den jeweiligen Kantonen gegliedert; man unterscheidet so unter anderem Baseldeutsch, Berndeutsch, Zürichdeutsch, Solothurnerdeutsch, Senslerisch, Urnerdeutsch, Glarnerdeutsch, Walliserdeutsch, Bündnerdeutsch, Appenzellerdeutsch oder St.-Galler-Deutsch. Dialektologisch gesehen treffen diese Charakterisierungen nur in Einzelfällen wirklich zu. So bilden etwa Berndeutsch, St.-Galler-Deutsch oder Bündnerdeutsch keineswegs Einheiten, und umgekehrt sind die Unterschiede zwischen z. B. nördlichem St.-Galler-Deutsch, Thurgauerdeutsch und Schaffhauserdeutsch sehr gering. Ohnehin findet sich nur in wenigen Fällen ein Merkmal, das nur in einer bestimmten Region vorkommt und sie von allen anderen abgrenzen würde.

Wortbildung

Das Schweizerdeutsche hat einige typische Eigenheiten der Wortbildung, die in anderen deutschen Dialekten kaum vorkommen.
Bekannt sind vor allem die Verkleinerungsformen die auf „-li“ enden. Oft existieren von einem Begriff verschiedne Varianten wie z. B. Hündli, Hündeli und Hundeli (kleiner Hund). Nicht jeder Begriff der auf „-li“ endet, ist aber automatisch eine Verkleinerungsform. Das Müesli (Frühstücksflocken auf Haferflockenbasis) ist nicht die Verkleinerung von Mues (Mus), Rüebli (Karotte) nicht die Verkleinerung von Rüebe (Speiserübe) und Gipfeli (Croissant) nicht die Verkleinerung von Gipfel (bspw. Berggipfel).

Es gibt im Schweizerdeutschen auch Verben in Verkleinerungsform, die auf „-ele“ enden. Diese werden vor allem im Kontext mit Kindern verwendet, wie zum Beispiele schlääffele für schlaaffe (schlafen), was niedlicher tönt. Es gibt aber auch eher abwertende Verkleinerungsformen. Schäffele statt schaffe (arbeiten) ist so eine. Auch für gemütliche, ausgedehnte Tätigkeit wie käfele (von Kaffee trinken) oder zmörgele (von Zmorge Frühstück) wird Endung auf „-ele“ gerne gebraucht.

Typisch für das Schweizerdeutsche sind aus dem Verb gebildete Täterbezeichnungen auf „-i“, wie Laferi von lafere (weitschweifig reden) oder Plagööri von plagiere (prahlen).
Um einen Vorgang auszudrücken, wird die Endung „-ete“ verwendet, z. B. Truckete (Gedränge) von trucke (drängeln) oder Züglete (Umzug) von zügle (umziehen). Einige dieser Begriffe haben sich konkretisiert, z. B. Lismete (Strickzeug) von lisme (stricken) oder Metzgete (Schlachtplatte) von metzge (schlachten).

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Wortherkunft und Ursprung Schweizerischer Wörter

Im Schweizerdeutschen gibt es sehr viele französische und italienische Lehnwörter. Dies führt oft zu Missverständnissen bei Personen, die keinen alemannischen Dialekt verstehen. Eine Auswahl solch typischer Wörtern und von Ausdrück ist in der folgenden Liste zu finden. (Es steht jeweils zuerst das schweizerdeutsche Wort bzw. der schweizerdeutsche Ausdruck, teilweise mit regionalen Varianten.)

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