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SchweizerdeutschHochdeutsch
ChessiGrosser Siedehafen oder kleiner Kessel (zB. Milchchessi)
Chessu / Chessel (m.)Kessel, Eimer; aber auch Kopf: "er het im eis a Chessu ghoue" (er hat ihm eine gescheuert)
Chübel, ChübuKübel, Kessel; Restaurant Kornhauskeller in Bern
Chübu / Chübel1. Kessel, Kübel; 2. Restaurant Kornhauskeller in Bern
DulungMilchkessel aus Aluminium, lang. Französisch: toutlong. Wort war im Umlauf, bis die Milch in Packungen verkauft wurde. (Region Bielersee. Der Red. nicht bekannt)
Milchmäuchterli, Miuchmäuchterli, MilchmälchtereMelkkesselchen, Trag- und Messgefäss mit einseitigem Hebel für Milch; "Rachenputzer" für Leute, die berndeutsch sprechen lernen wollen
Söuhäfeli, Söudecheli!Kurzversion von «Uf jedes Söuhäfeli ghört es Söudecheli». Bezeichnet zwei Personen, die zusammengehören, aber nicht nett miteinander umgehen. In anderen Worten: «der Kläger ist nicht besser als der Angeklagte» Das «Söuhäfeli» ist der Name des Kessels, in welchem die Nahrung für die Schweine gekocht wird, das «Söudecheli» ist der Deckel des Kessels. Beide gehören zusammen, sind aber nicht besonders appetitlich.
es Tulongein Milchkesseli eine Milchkanne
tulungkleine Milchkessel mit dem man früher Frischmilch in der Molkerei holte in Biel so genannt)

 

 

Welche Dialekte gibt es?

Üblicherweise werden die Dialekte nach den jeweiligen Kantonen gegliedert; man unterscheidet so unter anderem Baseldeutsch, Berndeutsch, Zürichdeutsch, Solothurnerdeutsch, Senslerisch, Urnerdeutsch, Glarnerdeutsch, Walliserdeutsch, Bündnerdeutsch, Appenzellerdeutsch oder St.-Galler-Deutsch. Dialektologisch gesehen treffen diese Charakterisierungen nur in Einzelfällen wirklich zu. So bilden etwa Berndeutsch, St.-Galler-Deutsch oder Bündnerdeutsch keineswegs Einheiten, und umgekehrt sind die Unterschiede zwischen z. B. nördlichem St.-Galler-Deutsch, Thurgauerdeutsch und Schaffhauserdeutsch sehr gering. Ohnehin findet sich nur in wenigen Fällen ein Merkmal, das nur in einer bestimmten Region vorkommt und sie von allen anderen abgrenzen würde.

Wortbildung

Das Schweizerdeutsche hat einige typische Eigenheiten der Wortbildung, die in anderen deutschen Dialekten kaum vorkommen.
Bekannt sind vor allem die Verkleinerungsformen die auf „-li“ enden. Oft existieren von einem Begriff verschiedne Varianten wie z. B. Hündli, Hündeli und Hundeli (kleiner Hund). Nicht jeder Begriff der auf „-li“ endet, ist aber automatisch eine Verkleinerungsform. Das Müesli (Frühstücksflocken auf Haferflockenbasis) ist nicht die Verkleinerung von Mues (Mus), Rüebli (Karotte) nicht die Verkleinerung von Rüebe (Speiserübe) und Gipfeli (Croissant) nicht die Verkleinerung von Gipfel (bspw. Berggipfel).

Es gibt im Schweizerdeutschen auch Verben in Verkleinerungsform, die auf „-ele“ enden. Diese werden vor allem im Kontext mit Kindern verwendet, wie zum Beispiele schlääffele für schlaaffe (schlafen), was niedlicher tönt. Es gibt aber auch eher abwertende Verkleinerungsformen. Schäffele statt schaffe (arbeiten) ist so eine. Auch für gemütliche, ausgedehnte Tätigkeit wie käfele (von Kaffee trinken) oder zmörgele (von Zmorge Frühstück) wird Endung auf „-ele“ gerne gebraucht.

Typisch für das Schweizerdeutsche sind aus dem Verb gebildete Täterbezeichnungen auf „-i“, wie Laferi von lafere (weitschweifig reden) oder Plagööri von plagiere (prahlen).
Um einen Vorgang auszudrücken, wird die Endung „-ete“ verwendet, z. B. Truckete (Gedränge) von trucke (drängeln) oder Züglete (Umzug) von zügle (umziehen). Einige dieser Begriffe haben sich konkretisiert, z. B. Lismete (Strickzeug) von lisme (stricken) oder Metzgete (Schlachtplatte) von metzge (schlachten).

Wortherkunft und Ursprung Schweizerischer Wörter

Im Schweizerdeutschen gibt es sehr viele französische und italienische Lehnwörter. Dies führt oft zu Missverständnissen bei Personen, die keinen alemannischen Dialekt verstehen. Eine Auswahl solch typischer Wörtern und von Ausdrück ist in der folgenden Liste zu finden. (Es steht jeweils zuerst das schweizerdeutsche Wort bzw. der schweizerdeutsche Ausdruck, teilweise mit regionalen Varianten.)

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