Willkommen beim grössten Schweizerdeutsch Wörterbuch der Welt. Mit mehr als 20 000 gesammelten Wörtern über die letzten 10 Jahre sind wir die erste Anlaufstelle für wissbegierige Sprachliebhaber, frisch Herangezogene und Sprachforscher zugleich.

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AB (Aabee)WC, Toilette
Aabe (m.)Abend
AahouAnschnitt des Brotes
Aalegi, Aalegig (f.)die Art, sich zu kleiden; Aufzug, Kleid, Mode, Zweckmässigkeit usw.
AareAare, Fluss durch Bern
AarehaubinsuAarehalbinsel: Stadtkern, Innere Stadt, bzw. Altstadt (mit Matte, Schütti usw.) der Stadt Bern
Aarmülialter Name von Interlaken, bis 1891
AaschrübelerSchlittschuhe, bzw. Kufen, die von Hand an die Schuhe (früher Skischuhe) angeschraubt werden mussten (s. Dräjörgeli)
AaschrübelerSchlittschuhe, die man an den Strassenschuhen anschraubte
Aastand / AastangAnstand
Aawaut / AawaltAnwalt; je nach Kanton auch Advokat, Fürsprecher und Fürsprech
Abfuer / Abfuhr1. eine Absage oder Ablehnung, oder 2. einen Tadel oder Verweis erteilen oder erleiden 3. Entsorgung, Müllabfuhr
Abhouete (f.)alter Emmentaler Brauch mit grossem Bure-Buffet.
AbloufJemand der viel (alkohol) trinkt (Anmerkung: Diesen Ausdruck kenne ich nicht)
Abschiffer (m.)Niederlage, aber auch schlechte Note in der Schule oder allgemein eine schlechte Bewertung usw.
AbschifferNiederlage, aber auch schlechte Note in der Schule oder allgemein eine schlechte Bewertung
AbschorerLd.: Eisen zum Wegscharren, bzw. Wegkratzen von Schmutz, Mist usw. (von den Schuhen oder vom Boden)
Abwäschwasser1. Spülwasser 2. scherzhaft für zu dünnen Kaffee
Acher; ds Acher faahreAcker, Feld; pflügen, das Feld bestellen
AchermäreAckergaul
AchsleAchsel, Schulter
Achter, Achtimehr oder weniger verformtes Rad, z.B. beim Fahrrad (en Achter drinne)
Adie, Adieusvw. Tschau, Tschüss, Servus usw. (Nicht: Auf Wiedersehen!)
Aff; ...wie ne gchläpfte n AffE Schnure mache (oder ha), wie ne gchläpfte n Aff. Ra. für bildl.: ein verdutztes, erstauntes, ungläubiges, überraschtes usw. Gesicht machen; aber auch (oft ungerechtfertigte) Beschreibung eines Menschen, den man einfach nicht mag (zB. Konkurrent, Nebenbuhler usw.)
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Welche Dialekte gibt es?

Volkstümlich werden die Dialekte nach den jeweiligen Kantonen gegliedert; man unterscheidet so unter anderem Baseldeutsch, Berndeutsch, Zürichdeutsch, Solothurnerdeutsch, Senslerisch, Urnerdeutsch, Glarnerdeutsch, Walliserdeutsch, Bündnerdeutsch, Appenzellerdeutsch oder St.-Galler-Deutsch. Dialektologisch gesehen treffen diese Charakterisierungen nur in Einzelfällen wirklich zu; so bilden etwa Berndeutsch, St.-Galler-Deutsch oder Bündnerdeutsch keineswegs Einheiten, und umgekehrt sind die Unterschiede zwischen z. B. nördlichem St.-Galler-Deutsch, Thurgauerdeutsch und Schaffhauserdeutsch sehr gering. Ohnehin findet sich nur in wenigen Fällen ein Merkmal, das nur in einer bestimmten Region vorkommt und sie von allen anderen abgrenzen würde.

Wortbildung

Das Schweizerdeutsche hat einige typische Eigenheiten der Wortbildung, die in anderen deutschen Dialekten kaum vorkommen.
Bekannt sind die sehr häufig gebrauchten Verkleinerungsformen auf -li, von denen es oft noch Varianten mit unterschiedlichem Gefühlswert gibt, z. B. Hündli, Hündeli und Hundeli. Einige dieser Verkleinerungsformen wurden zu eigenständigen Begriffen, z. B. wird Müesli (Frühstücksflocken auf Haferflockenbasis) nicht als Verkleinerung von Mues (Mus), Rüebli (Karotte) nicht als Verkleinerung von Rüebe (Speiserübe) oder Gipfeli (Croissant) nicht als Verkleinerung von Gipfel (bspw. Berggipfel) verstanden.

Es gibt im Schweizerdeutschen auch Verben in Verkleinerungsform, die mit -ele enden. Diese können eine niedliche kindliche Art ausdrücken, wie schlääffele für schlaaffe (schlafen), aber auch eine Abwertung bei schäffele statt schaffe (arbeiten) oder eine gemütliche, ausgedehnte Art der Tätigkeit wie bei käfele (von Kaffee trinken) oder zmörgele (von Zmorge Frühstück).

Typisch für das Schweizerdeutsche sind aus dem Verb gebildete Täterbezeichnungen auf -i, wie Laferi von lafere (weitschweifig reden) oder Plagööri von plagiere (prahlen).
Um einen Vorgang auszudrücken, wird die Endung -ete verwendet, z. B. Truckete (Gedränge) von trucke (drängeln) oder Züglete (Umzug) von zügle (umziehen). Einige dieser Begriffe haben sich konkretisiert, z. B. Lismete (Strickzeug) von lisme (stricken) oder Metzgete (Schlachtplatte) von metzge (schlachten).

Wortherkunft und Ursprung Schweizerischer Wörter

Im Schweizerdeutschen gibt es sehr viele französische und italienische Lehnwörter. Eine Auswahl von typischen Wörtern sowie von Ausdrücken, die bei Zuhörern deutscher Sprache, die keinen alemannischen Dialekt verstehen, zu Missverständnissen führen können, ist in der folgenden Liste zu finden. (Es steht jeweils zuerst das schweizerdeutsche Wort bzw. der schweizerdeutsche Ausdruck, teilweise mit regionalen Varianten.)

 

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