Auch im letzten Teil der Serie „Schweizerdeutsch Grammatik“ werden wir dir wieder zwei grammatikalische Regeln präsentieren. Du hast hoffentlich die beiden vorherigen Teile schon gelesen und bist mit den dort eingeführten Regeln bereits vertraut. Hier nochmals kurz zur Repetition:

Im Teil eins lernten wir anhand des Worts „Chuchichäschtli“ kennen, dass die folgenden Regeln gelten:

  • Das deutsche „K“ wird zu einem „ch“
  • Das deutsche „st“ wird zu „scht“

Im zweiten Teil haben wir dann weitere Wörter untersucht und herausgefunden, dass gilt:

  • Das deutsche „au“ wird zu „uu“ / „u“
  • Das deutsche „eu“ und „äu“ wird zu „ü“

Und wir machen gleich da weiter und führen die nächste Regel ein, damit du endlich deinen Status als Anfänger ablegen kannst und deinem Ziel schon einiges näher bist.

Das Alleinstehende „Z“

Wie der Titel es bereits andeutet handelt es sich bei der Regel um das Alleinstehende „z“. Was wir damit meinen wir klar, wenn wir das verhalten des Worts „zu“ im Schweizerdeutschen beobachten. Denn auch da sparen wir uns Schreibarbeit und lassen das „u“ einfach weg. Die Regel kann auch gleich auf das Wörtlein „in“ erweitert werden, wenn es mit einem Ort zusammenhängt.
Falls du jetzt noch nicht ganz den Durchblick hast, kein Problem. Wir definieren kurz die Regel und schauen uns dann diverse Beispiele an, die diese Regel klar machen:

Das deutsche „zu“ und „in“ wir zu „z“

Und die versprochenen Beispiele:

Hochdeutsch Schweizerdeutsch
1 zu klein z chlei
2 zu schnell z schnäll
3 zu langsam z langsam
4 zu langweilig z langwilig
5 zu gross z gross
6 in Basel z Basel
7 in Dänemark z Dänemark
8 in Deutschland z Dütschland
9 in Zürich z Züri
10 in Bern z Bärn

Jetzt ist das ganze einiges klarer oder? Sind dir auch die bereits gelernten Strukturen aufgefallen? Schau dir zum Beispiel Zeile eins an, wo das „k“ zu einem „ch“ wird oder in Zeile 8 wird das „eu“ von „Deutschland“ zu einem „ü“.

 

Diese Buchstaben werden im Schweizerdeutschen oft weggelassen.
Diese Buchstaben werden im Schweizerdeutschen oft weggelassen.

Last but not least…

Zu guter letzt haben wir noch eine Regel, die eigentlich keine Ausnahmen hat und dir auch wieder Schreibarbeit spart. Wir Schweizer sind einfach ein wenig Schreibfaul, obwohl das nicht ganz mit unseren Kniggen bzw. unserem Image übereinstimmt. Und zwar ist die Regel wie folgt:

Das deutsche „ge“ wird zu „g“

Das spricht hier auf die Partizipien an, wie wir auch in den Beispielen sehen werden:

Hochdeutsch Schweizerdeutsch
1 gemacht gmacht
2 geschalfen gschlofe
3 gerast grast
4 gegessen gässe
5 geschrieben gschriebe
6 geraucht graucht
7 gegeben gäh
8 gerannt grennt
9 genommen gno
10 geritten gritte

 

Zusammenfassung der Regeln:

Hier sind nochmals alle Regeln aus den 3 Blogartikeln zusammengefasst, schreibe sie dir am Besten auf:

  1. Das deutsche „K“ wird zu einem „ch“
  2. Das deutsche „st“ wird zu „scht“
  3. Das deutsche „au“ wird zu „uu“ / „u“
  4. Das deutsche „eu“ und „äu“ wird zu „ü“
  5. Das deutsche „zu“ und „in“ wir zu „z“
  6. Das deutsche „ge“ wird zu „g“

Die Grundlagen erreicht

Wenn du dir diese sechs Regeln merkst, hast du schon einen wichtigen Grundstein gelegt. Doch es wäre eine Lüge zu behaupten, dass dies reicht. Jetzt beginnt die Arbeit erst richtig und du solltest dir diese Regeln anhand von viel Vokabular und weiteren Strukturen in deinen Kopf einbrennen. Das tönt jetzt hart und das ist es auch, doch wir lassen dich auf diesem Weg sicher nicht alleine! Wir bieten mittlerweile so viele Ressourcen an, die dir dies erleichtern.
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Schweizerdeutsch Grammatik, Teil 3/3

Ein Gedanke zu „Schweizerdeutsch Grammatik, Teil 3/3

  • 13. Januar 2018 um 14:27
    Permalink

    Ich suche eine grammatk, die wirklich ausführlich ist, sätze bilden, etc, imperativ, eingach komplett ist. Wer kann mir weiterhelfen? Danke

    Antworten

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