Wer etwas über eine fremde Kultur erfahren will, der sollte sich die Sprichwörter der jeweiligen Sprache genauer ansehen. Sie wiederspiegeln die Mentalität und Gepflogenheiten eines Landes und geben tiefe Einblicke, wie die Volksseele tickt. Natürlich gibt es auch in der Schweiz eine Vielzahl von Sprichwörtern. Manche dürften deutschen Staatsbürgern vertraut sein, denn auf Deutsch klingen sie ähnlich. Andere wiederum sind sehr eigen, eben typisch schweizerisch.

Wer auf dem Land lebt, zahlt weniger Krankenkassenprämie
Sprichwörter lassen einen verstehen, wie ein ganzes Volk tickt

Die besten schweizerdeutschen Sprichwörter

Schweizerdeutsch Deutsch Bedeutung
Uf alte Pfannä lehrt me choche Auf alten Pfannen lernt man kochen Manchmal ist etwas Altes nicht schlechter. Im Bezug zu Menschen, ältere Menschen haben mehr Erfahrung, da lernt man es besser.
Jedes Problemli het zwei Siite: die falschi und ösi Jedes Problem hat zwei Seiten:
die falsche und die unsrige
Wir haben immer recht
S’isch gnueg Heu dune Es ist genug Heu unten Es reicht!
S’hät so lang s’hät Es hat, solange es hat Solange es etwas übrig hat, kannst du dich auch bedienen
De Schneller isch de Gschwinder Der Schnellere ist der Geschwindere Der Schnellere erntet die Loorbeeren
Mach keis Büro uf Mach kein Büro auf Mach es nicht so kompliziert
Ich zeig dir wo de Bartli de Most holt Ich zeige dir, wo der Bartli seinen Most holt Ich werds dir zeigen!
sBeschte wos je hets gits Das Beste, was es je gegeben hat Das Beste, was es je gegeben hat
Blas mer doch id Schueh Blas mir doch in die Schuhe Du kannst mich mal
Vane Richu müescht leeru sparu (Walliser Dialket) Von den Reichen lernt man sparen Sorgfältig mit Geld umgehen
Das macht d Braate aunöd feiss Das macht den Braten auch nicht feiss Das macht es auch nicht besser
Bis dänn flüsst no vill Wasser de Rhy ab Bis dann fliesst noch viel Wasser den Rhein hinunter Bis dann kann noch viel passieren
Em Tüüfel es Ohr ab gloge Dem Teufel ein Ohr abgelogen Eine grosse Lüge erzählen
De Gschider git na, de Esel blibt sta Der Gescheitere gibt nach, der Esel bleibt stehen Der Klügere gibt nach
Chasch nöd de Feufer und s’Weggli ha Du kannst nicht den Fünfer und das Brötchen haben Man kann nicht alles haben

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Schweizer Sprichwörter: Einblick in die Volksseele

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