Die Schweiz ist ein Land, die aus mehreren „Bundesländern“ besteht. In der Schweiz heißen die Länder jedoch nicht Bundesländer, sondern Kantone und Halbkantone. Insgesamt gibt es in diesem Land 20 Kantone und 6 Halbkantone. Doch was versteht man unter einem Halbkanton und wo liegen die Unterschiede?

Das Bundeshaus in Bern
Das Bundeshaus in Bern

Was ist ein Halbkanton?

Unter einem Halbkanton versteht man einen Kanton der Schweiz, der lediglich mit einem einzigen Sitz im Ständerat vertreten ist. Ein normaler Kanton verfügt über zwei Sitze. Bei der Berechnung des Ständemehrs besitzen Halbkantone nur eine halbe Standesstimme. In allen anderen Bereichen sind die Halbkantone jedoch genauso autonom wie die Kantone und haben eine eigene Verfassung und eigene Gesetze sowie ein eigenes Parlament und Verwaltung. Zu diesen sechs Halbkantonen zählt Obwalden und Nidwalden (ihr gemeinsamer Name ist Unterwalden), Appenzell Ausserrhoden und Appenzell Innerrhoden sowie Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Der Begriff Halbkanton wird jedoch seit der Schweizer Bundesverfassung im Jahr 1999 nicht mehr verwendet.

 

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Die einzelnen Halbkantone

Unterwalden

Im Jahr 1309 erhielt Unterwalden unter dem König Heinrich VII. die Reichsfreiheit und galt als ein Ganzes. Obwalden und Nidwalden wurden schließlich im 14. und 15. Jahrhundert eigenständige Talgemeinden. Seit dem späten Mittelalter ist Unterwalden in Ob- und Nidwalden unterteilt.

Appenzell

Der Kanton Appenzell teilte sich in der Zeit der Reformation um 1597 in das katholische Innerrhoden und in das reformierte Ausserrhoden.

Basel

Im Jahr 1833 führte ein Konflikt, der zwischen der politisch überlegenen Stadt und der unterlegenen Landschaft herrschte, zur Aufspaltung des Kantons.

Schwyz

Die Halbkantone Inner- und Ausserschwyz entstanden in den 1830er Jahren durch die Teilung des Kanton Schwyz.

Glarus

Als die Reformation in der Schweiz Einzug hielt, entwickelte sich im Kanton Glarus eine katholische Minderheit. Infolgedessen gründeten die Konfessionen, neben der allgemeinen Landsgemeinde, jeweils ihre eigene Landsgemeinde mit dem Namen Katholisch-Glarus und Protestantisch-Glarus. Beide Gemeinden übernahmen einen Großteil der öffentlichen Aufgaben. Im Gegensatz zu Appenzell schafften es diese beiden Landsgemeinden nicht, einen eidgenössischen Stand oder Halbstand zu gründen. Aufgrund dessen wurde Glarus nicht in zwei Halbkantone geteilt sondern erhielt seine Einheit als eidgenössischer Stande.

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Die Schweiz – Was ist ein Halbkanton?

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