Ausländer, die mit Kindern in die Schweiz auswandern, werden unweigerlich mit der Frage konfrontiert, ob sie ihre Sprösslinge in eine private oder öffentliche Schule schicken sollen.

Eltern haben die Wahl zwischen öffentlicher und privater Schule
Eltern haben die Wahl zwischen öffentlicher und privater Schule

Hervorragende öffentliche Schweizer Volksschulen

Die öffentlichen Schulen in der Schweiz (auch Volksschulen genannt) haben einen erstklassigen Ruf und bieten hervorragende Bildung. Bis vor einigen Jahren stellte sich die Frage nicht, ob man ein Kind auf eine öffentliche oder eine private Schule schicken sollte. Doch die Zeiten haben sich auch in der Schweiz geändert. Heute, wo immer öfters beide Elternteile berufstätig sind, haben sich die Betreuungsbedürfnisse der Eltern stark gewandelt. Und diesen können die Volksschulen nur bedingt Rechnung tragen.

Reaktion auf gesellschaftliche Entwicklung

Der Auftrag der Volksschule hat sich in einer zunehmend multikulturellen Gesellschaft verändert. Sie übernimmt immer mehr Integrationsaufgaben, gleichzeitig sollten die Schulen aber individualisieren und die Schüler gemeinschaftsfähig machen. Dieser Spagat ist anspruchsvoll.

Gesellschaftliche Veränderungen verhelfen Privatschulen zu mehr Kunden
Gesellschaftliche Veränderungen verhelfen Privatschulen zu mehr Kunden

Hinzu kommt ein gesellschaftlicher Trend, demnach immer mehr Eltern Angst vor dem sozialen Abstieg haben. Sie fürchten, dass das eigene Kind an einer öffentlichen Schule individuell nicht optimal gefördert wird.

Es ist in vielen Fällen also die Angst, dass das eigene Kind an einer Volksschule nicht die beste Ausbildung bekommt, die Eltern über eine Privatschule nachdenken lassen. Doch Privatschulen kosten, und nicht wenig. Das kann langfristig zu einer Zweiklassengesellschaft führen, denn die teuren Institute bleiben den oberen Einkommensschichten vorbehalten.Wenn sich Kinder an Privatschulen zunehmend von Kindern separieren, die eine öffentliche Schule besuchen, fehlt die soziale Durchmischung, durch die sich die Schweiz so besonders auszeichnet.

Privatschulen müssen Vorgaben erfüllen

Jede Privatschule muss ihren Unterricht dem kantonalen Lehrplan anpassen, so dass der Lerninhalt mit demjenigen in der Volksschule vergleichbar ist. Abweichungen vom Schweizer System sind nur in International Schools erlaubt. Und es dürfen nur ausgebildete Lehrpersonen, die entsprechend  qualifiziert sind, an Privatschulen unterrichten.

Bezüglich Pädagogik oder didaktischen Lehre gibt es keine Vorschriften vom Staat, solange die psychologische und religiöse Integrität der Kinder gewahrt wird. Auch Noten und Zeugnisse sind nicht vorgeschrieben, die Leistung der Kinder kann auch anders beurteilt werden. Eine Privatschule muss aber jederzeit den Übertritt in die Volksschule gewährleisten können, die Kinder müssen über das gleiche Lernniveau verfügen wie Schüler der öffentlichen Schule. Solange die Kinder nach Ende der obligatorischen Schulzeit eine Lehre anfangen oder ins  Gymnasium wechseln können, sind auch Schulkonzepte erlaubt, bei denen nicht in Klassenstufen unterrichtet wird.

Die Privatschulen müssen dem kantonalen Lernplan folgen
Die Privatschulen müssen dem kantonalen Lernplan folgen

Der Staat kontrolliert

Privatschulen werden regelmässig von den kantonalen Schulbehörden kontrolliert, sonst werden sie nicht anerkannt und ihr Angebot nicht bewilligt. Eltern dürfen also davon ausgehen, dass alle Privatschulen, deren Unterricht die neun obligatorischen Schuljahre betrifft, staatlich beaufsichtigt und legal sind.

Das Angebot an Privatschulen mit besonderen Ausrichtungen ist gross. Eine der beliebtesten Alternativen zur Volksschule sind die konfessionellen Privatschulen. Grossen Zulauf haben auch internationale, fremdsprachige Schulen. Und sogar für Eltern, die dem Schulsystem prinzipiell kritisch gegenüberstehen, gibt es nonkoformistische Optionen. Hier eine Auswahl von Privatschulen und die Richtkosten pro Schuljahr.

Schule Richtkosten pro Schuljahr
Villa Monte in Galgenen SZ pro Schuljahr: 14’400 Fr.
Monterana-Schule in Degersheim SG pro Schuljahr mind. 9300 Fr. nach dem Einkommen der Eltern berechnet.
Lindenschule in Emmen LU pro Schuljahr: 19’200 Fr.
Swiss International School pro Schuljahr: 24’100 Fr.
Academia International School pro Schuljahr: ab 21’500 Fr.
École Française Internationale de Berne  pro Schuljahr: ab 9’800 Fr.
ÉcLycée Français de Zurich in Dübendorf ZH pro Schuljahr: ab 17’200 Fr.
Scuola Italiana Statale Bilingue in Zürich pro Schuljahr: 1’100 Fr.
Privatschule A bis Z in Zürich pro Schuljahr: ab 14’500 Fr.
Christliche Schule Bern  pro Schuljahr: ab 8’300 Fr.
Freie Katholische Schule Zürich pro Schuljahr: je nach Einkomme, ab 5’300 Fr.
Salzh Schulalternative pro Schuljahr: ab 9’400 Fr.
Salta Privatschule in Gränichen AG pro Schuljahr: ab 10’500 Fr.
UNICA Schule in Liestal BL  pro Schuljahr: ab 9’900 Fr.

Quelle: blick.ch

Integration durch Sprache

Egal ob dein Kind auf eine öffentliche oder eine private Schule gehen wird. Es wird so oder so in Rekordtempo Schweizerdeutsch lernen. Damit du da mithalten kannst, melde dich am besten noch heute für unseren Online-Kurs an.

 

Privatschulen oder öffentliche Schulen?

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