Die Schweiz ist vieles: Anmutig, frisch, jung, bezaubernd, lebendig und kultiviert; doch eine Sache verbucht die Schweiz leider nicht für sich: Wir Schweizer sind einfach keine Pfennigfuchser, billig konnten wir noch nie und können es nach wie vor nicht. Es muss eben auch Dinge geben, auf die wir Schweizer nicht stolz sind. Auf Platz eins dieser unangenehmen Tatsachen stehen eindeutig die hohen Lebenshaltungskosten in unserem schönen Schweizer Heimatland.

Wie hoch sind die Lebenserhaltungskosten in der Schweiz?
Wie hoch sind die Lebenserhaltungskosten in der Schweiz?

Es ist kein Geheimnis, dass das gute Schweizer Leben seinen Preis hat.  Du wirst für deine Arbeit zwar mit einer üppigen Lohntüte belohnt, diese leert sich jedoch schneller, als dir lieb ist. Aber wer sich einmal in unser schönes Fleckchen Erde verliebt hat, zahlt diesen Preis gerne.

Wieviel kostet Wohnraum in der Schweiz?

Karten auf den Tisch und die unangenehmste Angelegenheit vorneweg. Die Kosten für ein Schweizer Dach über dem Kopf sind nichts für schmale Seckel. Guter – und auch der nicht ganz so gute – Schweizer Wohnraum kostet!

Das teuerste Pflaster auf dem Schweizer Wohnmarkt ist eindeutig Zürich, Basel, Bern und Genf. Die weltweit teuersten Orte zum Leben machen ihrem Namen alle Ehre und langen nicht nur beim Wohnraum tüchtig zu.

Die hohe Nachfrage und die konstant hohe Zuzugsrate führten dazu, dass die Mieten geradezu explodiert sind (mind. 20 Prozent in den letzten Jahren) und selbst wenn du bereit bist einen hohen Preis zu bezahlen ist noch nicht gesagt, dass du einen solchen auch bekommst.

Das Wohnen in einer Schweizer Stadt schlägt auf den Geldbeutel
Das Wohnen in einer Schweizer Stadt schlägt auf den Geldbeutel

Mit einem Leerstand der gegen Null tendiert (Zürich 0,5 %) ist schon die Suche nach einer Wohnung ein Kraftakt. Also, in diesen Städten erwartet dich das wahre Grauen der Mietpreise. Kalkuliere mindestens das doppelte an Mietausgaben im Vergleich zu den teuersten deutschen Städten wie München oder Stuttgart ein.

In der restlichen Schweiz gibt es starke regionale Unterschiede. Auch bei uns zahlst du außerhalb großer Städte deutlich weniger, als in Großstädten und deren Speckgürtel. Der durchschnittliche Schweizer Bürger zahlt monatlich 1.200,- CHF.

Von diesem Durchschnitt ausgehend ist der teuerste Schweizer Kanton der Kanton Zug mit 1.740,-CHF, den günstigsten Mietpreis bietet dir der Kanton Jura mit durchschnittlich 850,-CHF.

Die Nebenkosten wie Strom und Heizung belaufen sich je nach Wohnungsgröße und individuellem Verbrauch auf durchschnittlich 100-300,-CHF im Monat.  Besonders beim Stromverbrauch lohnt es sich die verschiedenen Stromanbieter online zu vergleichen, Prämien und Neukundenbonus versprechen dir einen guten Preisvorteil.

Lebensmittel

Bestimmt hast du dich immer gefragt, wieso wir Schweizer bis ins hohe Alter so verdammt fit und schlank in unseren gut sitzenden Lederhosen aussehen?! Nein, keine guten Gene und auch keine frische Bergluft; sondern ganz banal die hohen Lebensmittelpreise halten unsere Adoniskörper lange schlank.

Wenn auch du deine Figur halten und lernen möchtest, Versuchungen im Supermarkt zu wiederstehen, bist du in der Schweiz genau richtig! Ein Besuch in einem Schweizer Supermarkt wird dich schnell davon überzeugen, dass es nicht jeden Tag Fleisch sein muss, was auf deinem Teller landet.

Ungefähr 30 Prozent kostet ein Wocheneinkauf in der Schweiz mehr als in Deutschland. Zwar gibt es Discounter wie Aldi und Lidl, welche die Preise auch bei der Konkurrenz drücken; der Schweizer Lebensmittelmarkt bleibt trotzdem was er ist: Teuer.

Ein paar Vergleich für Grundnahrungsmittel

 Lebensmittel Deutschland Schweiz
Milch 0,73 € 1,41 €
21 kg Äpfel 2,00 € 3,60 €
1,5 l Wasser 0,39 € 1,05 €
1 kg Hähnchenfleisch 6,70 € 20,95 €
Zigaretten (warm anziehen) 5,60 € 7,68 €
1 kg Käse 7,55 € 18,34 €

 

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Sonstige Ausgaben

GEZ

Unsere deutschen Nachbarn haben ein eher bescheidenes Verhältnis gegenüber der landeseigenen GEZ. Regelmäßig zahlst du für Programme, die du weder siehst noch jemals ansehen willst. Diesen Ansatz finden wir super und haben ihn auch für unser Schweizer Fernsehen entdeckt, nur heißt sie bei uns Billag und kostet im Monat 40 CHF.

Telefon & Internet

Ab monatlich 75 CHF erhältst du in der Schweiz einen Internetanschluss mit einer 50 Mbit/s Leitung inkl. Digital TV.

Die Mobilfunkpreise sind im Vergleich zu Deutschland deutlich höher. Eine pauschale Aussage ist aufgrund der großen Angebotsauswahl schwierig. Bei einem Standarthandyvertrag ohne viele Extras wirst du aber mit ungefähr 60,- CHF monatlich rechnen müssen.

Freizeit

Nachdem du dir deine Brötchen im schönsten Land der Welt redlich verdient hast und deinen monatlichen Verpflichtungen nachgekommen bist, möchtest du nach Feierabend auch die schönen Seiten der Schweiz kennenlernen. Zeit zum Ausgehen! Dafür wirst du in der Schweiz folgendes ausgeben müssen:

  • Kino: 25,- CHF
  • Essen gehen: 40,- CHF
  • Jahreskarte Schwimmbad 220,- CHF
  • 1 Ausflug mit Fahrkarten, Eintritten etc. ca. 100 – 160,- CHF

Steuerausgaben

Der väterliche Schweizer Staat bekommt genauso wie in Deutschland sein monatliches Päkli Geldmünzen. In der Schweiz gibt es jedoch keine einheitliche Steuerbelastung, wir mögen es komplex und knifflig!

Das Wohnen auf dem Land kann sich auszahlen
Das Wohnen auf dem Land kann sich auszahlen

Steuern zahlst du also an die Kantone, Gemeinden und an den Bund. Wie hoch deine Steuerausgaben sind, ist stark abhängig von deinem Wohnort. Im Durchschnitt musst du ca. 12 % des Bruttoeinkommens einplanen.

Auch dein Familienstand beeinflusst die Steuerlast. Während Alleinstehende 22 % zahlen, verringert sich der Betrag für Ehepaare mit Kindern auf 9,5%. Im Vergleich zu Deutschland ist die Steuer sehr moderat, schließlich zahlst du hier als Single 49,3 % und als Ehepaar mit Kindern noch immer 33,8%.

Krankenversicherung

In der Schweiz musst du für deine Krankenversicherung selbst aufkommen, eine Arbeitgeberbeteiligung gibt es nicht. Die jeweilige Belastung variiert je nach Krankenkasse. Durchschnittlich 5-6 % kannst du einkalkulieren.

Achte vor dem Abschluss einer Versicherung auf deinen Eigenanteil. Deine Selbstbeteiligung kann in einigen Fällen bis zu 1000,- CHF im Jahr betragen. Dies erscheint viel, dafür sinkt aber wiederum dein monatlicher Krankenkassenbeitrag, teilweise unter 200-, CHF.

Tipp: Lass dich vor Abschluss einer Krankenversicherung ausführlich und unabhängig beraten und vergleiche mehrere Anbieter und deren Angebote.

Weitere Versicherungen

Für weitere Versicherungen wie Haftpflicht oder eine Hausratversicherung sind durchschnittlich 200,- CHF monatlich fällig.

Leben in Deutschland, Arbeiten in der Schweiz – die günstige Alternative?

Ganz schlaue Auswanderer möchten zwar die guten Einkommensverhältnisse der Schweiz nutzen, im Gegenzug aber die Lebenshaltungskosten aus Deutschland behalten. Wohnen in Grenznähe scheint hier die Antwort zu sein.  Der Ansatz klingt gut und kann unter bestimmten Voraussetzungen hervorragend funktionieren.

Aber das ist einfacher gesagt als getan; bevor du deinen Traum vom Pendeln verwirklichen kannst, musst du zuerst verschiedenste bürokratische Hürden überwinden. Unter anderem benötigst du eine Grenzbewilligung, Ansässigkeitsbescheinigung, ein deutsches und ein Schweizer Bankkonto etc. Neben der Tatsache, dass du deine Steuern nach wie vor in Deutschland bei einem höheren Steuersatz bezahlen musst, darf dein Arbeitgeber auch noch 4,5 % deines Bruttolohns gem. dem Doppelsteuerabkommen einbehalten. Gar nicht gut!

Arbeiten in der Schweiz, Wohnen in Deutschland als die Lösung?
Arbeiten in der Schweiz, Wohnen in Deutschland als die Lösung?

Dieses Modell ist also vorab genauestens zu überlegen und auszurechnen.

Die günstigere Alternative zum Grenzumzug ist da schon der Grenztourismus. Grenztourismus ist bei uns Schweizern quasi das Pendant zum Sonntagsausflug in den Zoo. Lange Wartezeiten an den Grenzen, Kontrollen und ein hoher Zeitaufwand machen diese Möglichkeit zum Sparen aber nicht ganz so reizvoll wie du vielleicht erwartest.

Wie ist es möglich, trotz hoher Ausgaben einen angenehmen Lebensstandard zu führen?

Wir Schweizer haben es nicht ganz so hart, wie unser Ruf als das Land mit den höchsten Lebenshaltungskosten in ganz Europa vielleicht vermuten lässt.

Zwar sind vor allem die Kosten für Wohnraum und Lebensmittel hoch, wer aber darauf verzichtet in den großen und opulenten Schweizer Großstädten zu wohnen und beim Einkaufen Maß hält, kann in der Schweiz dank der hohen Durchschnittslöhne und der niedrigen Steuerbelastung einen angenehmen Lebensstandard führen.

So, dass war mein kurzes 1×1 der Schweizer Lebenshaltungskosten. Falls du noch Fragen oder Anregungen zu diesem Thema hast freue ich mich von dir zu hören und mit mir über meine Kommentarfunktion in Verbindung zu treten. Bis dahin, Adieu und Sällü

 

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