Schweizer Pass
Schweizer Pass, Vorderseite

Das Schweizer Bürgerrecht – Die Einbürgerung

Um die Schweizer Staatsbürgerschaft zu erhalten und eingebürgert zu werden, kommen zwei Wege in Betracht: zum einen die ordentliche Einbürgerung und zum anderen die erleichterte Einbürgerung.

Die erleichterte Einbürgerung

Die Voraussetzungen für diese Form der Einbürgerung sind wie folgt:

  • Es liegt seit einem Zeitraum von mindestens drei Jahren eine Ehe mit einem Schweizer Partner vor. Zudem muss man mindestens ein vollständiges Jahr in der Schweiz gelebt haben und auf insgesamt fünf Jahre Leben in der Schweiz kommen. Der Schweizer Partner muss hierzu allerdings bereits bei Eheschluss die Schweizer Staatsbürgerschaft innegehabt haben; oder
  • wenn man einen ausländischen Wohnsitz hat, muss man seit mindestens sechs Jahren mit einem Schweizer Partner verheiratet sein. Liegt diese Konstellation vor, so muss ein Nachweis über die innere Verbundenheit zur Schweiz, die eng sein muss, erfolgen. Ein entsprechender Antrag muss über das zuständige Schweizer Konsulat bzw. die Auslandsvertretung gestellt werden;

oder

  • aber als Kind eines Schweizer Elternteils, wenn das Kind bei entsprechender Antragstellung unter 22 Jahren alt ist.

Allerdings sind dies nur die Grundvoraussetzungen, weiterhin müssen folgende Aspekte Beachtung finden:

  • Der Antragsteller muss sich in die Schweiz integrieren (lassen).
  • Es darf zu keiner Gefährdung bezüglich der inneren und äußeren Sicherheit kommen.
  • Die Schweizer Rechtsordnung muss geachtet werden.

Als Interessent bzw. angehender Antragsteller kann man den Antrag auf erleichterte Einbürgerung beim Bundesamt für Migration, dort die Abteilung für Bürgerrecht, per E-Mail erhalten. Die E-Mailadresse lautet: einbuergerung@bfm.admin.ch.

Nach Ausfüllen des Antrags kann dieser wiederum über diese E-Mailadresse online eingereicht werden. Die Entscheidungsgewalt über die Annahme oder Ablehnung dieses Antrags liegt allein beim Bund. Allerdings stehen dem Kanton und der Gemeinde ein Anhörungs- sowie Beschwerderecht zu. Eine Entscheidung fällt im Normalfall binnen 1,5 Jahren. Sobald man den Einbürgerungsbescheid in den Händen hält, ist jedoch noch einmal die eigene Geduld gefragt – für einen weiteren Zeitraum von zwei Monaten. Während diesem Zeitraum haben der Kanton oder die Gemeinde die Möglichkeit, Beschwerde gegen diesen Bescheid einzulegen. Erfolgt dies nicht, so erhält man danach einen definitiven Einbürgerungsbescheid. Mit diesem kann dann der Schweizer Reisepass oder aber auch eine Identitätskarte in Auftrag gegeben werden.

Die Kosten für dieses Verfahren, sofern es sich um Eheleute handelt, liegen bei rund 1500 CHF. Hinzu kommen der Reisepass oder auch die Identitätskarte. Bei minderjährigen Kindern und Antragsteller, die ihren Wohnsitz im Ausland haben, liegen diese Kosten etwas niedriger. Für einen detaillierten Überblick der anfallenden Kosten kann man sich beim Bundesamt für Migration erkundigen.

Die ordentliche Einbürgerung

Bei der ordentlichen Einbürgerung handelt es sich um ein Verfahren, welches durch insgesamt drei Instanzen verläuft: Bund, Kanton und Gemeinde.

Die Voraussetzungen für eine derartige Antragstellung auf Einbürgerung sind folgende:

  • Der Antragsteller muss seit mindestens zwölf Jahren in der Schweiz leben, wobei die Jahre zwischen dem 10. Und 20. Lebensjahr doppelte Beachtung finden.
  • Er muss sowohl kulturell als auch sozial integriert sein in die Gemeinschaft.
  • Es darf zu keiner Gefährdung bezüglich der inneren und äußeren Sicherheit kommen.
  • Die Schweizer Rechtsordnung muss geachtet werden.

Tatsächlich hängt die gesamte Dauer des Einbürgerungsverfahrens sehr von dem Wohnsitz ab, denn diese ist von Kanton und Gemeinde sehr unterschiedlich. Mögliche Etappen sind das Einreichen des Lebenslaufs, eine Abstimmung hierüber in der Gemeindeversammlung, ebenso wie Einbürgerungs- oder auch Sprachtests. Je nachdem, welche Vorgaben der Kanton hat, wird ein entsprechender Antrag auf ordentliche Einbürgerung beim Kanton, bei der Gemeinde oder auch beim Amt für Migration eingereicht. Die Details diesbezüglich sind beim jeweiligen Kanton oder der entsprechend zuständigen Gemeinde zu erfragen.

Man sollte jedoch im Hinterkopf behalten, dass jeder Umzug, der während des Einbürgerungsverfahrens erfolgt, eben diese gefährden kann. Ist dies unumgänglich, so sollte man sich bereits frühzeitig bei der Gemeinde/dem Kanton erkundigen und sich deren bzw. dessen Zustimmung einholen.

Auch bei den Kosten kommt es bei der ordentlichen Einbürgerung zu Unterschieden zwischen dem Kanton/den Gemeinden. Sie liegen regelmäßig bei rund 3000 CHF. Hinzu kommen die Ausgaben für eine Wohnsitzbescheinigung, einen Strafregisterauszug, einen Betreibungsauszug und die Identitätskarte bzw. den Reisepass.

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Einbürgerung in der Schweiz

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