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So erzÀhlt man es sich in Luzern:

Im chline StĂ€dtli Nazareth, wo‘s ned vel schöni HĂŒser het, setzt emene StĂŒbli still und wacht, d’Maria ganz alleinig z’Nacht. Uf eimol werd‘s hell im Zimmer, vomene wunderbare Schemmer. E prĂ€chtige Ängel isch ine gschwĂ€bt, no nie hed d‘Maria so öpis erlĂ€bt. De Ängel seit: Vom Himmelstron schickt Gott jetzt bald si liebe Sohn und du darfsch, will du immer so fromm besch gsi, uf Ärde im Heiland si Muetter wĂ€rde. Druf isch de Ängel verschwunde und die frohi hemmlischi Kunde het d’Maria fĂŒr sich selber treid, erscht spöter hebs de Ängel au im Josef gseid. Derno isch i wenig chorze Wort, BefĂ€hl vom Kaiser cho, dass jedes i sim Heimetort sich mĂŒess go zelle loh. D’Maria und de Josef send beidi vo Bethlemem gsi. Drum machid si parad sech gschwind, fĂŒr die lĂ€ngi Reis dethi. Es SĂ€ckli mit Sache zum Ässe het de Josef uf‘s Esali gleid. Und d‘Maria isch au druf gsĂ€sse, wie gĂ€rn hed’s Esali si treid. Ändlich chömid si as Ziel, ‘s tuet scho ghörig dunkle und vom höche Himmel still, tuusig StĂ€rnli funkle. Im Gasthus heissts: Oh weh. Es esch keis PlĂ€tzli meh. Göhnd neume andersch hi go froge. Doch das, das wend die beide nömme woge, denn alli LĂŒt tĂŒend schlofe. Kei TĂŒre isch me offe. Do chund derhĂ€r Ă€ brave Ma und redt d’Maria fröndli a. I ha ganz nöch e lÀÀre Stall, det chönid ehr im schlimmste Fall ei Nacht zuebringe oder zwöi. Ech bruche s‘ned, ‘s isch einerlei. Si gönd is StĂ€lli ine, e helle StĂ€rn tued schine dur’s Fenster wunderbar und d’Nacht ischt chalt und klar. Und d’Ängel dĂŒent singe und die Nacht duet’s Chreschtchendli brenge. d’Maria het’s Chendli is Chreppli gleid. Si duet’s med em Chopftuech decke, das ens Kelti ned dued wecke. Si chas fascht gar ned fasse, dass im Liebgott usgrĂ€chnet set passe. De Ochs und ‘s Esali chömid ned usem Stune. tĂŒend d’Wiehnachtsfreud lut zum Stall us posune. Und d‘Ängel brichtit‘s sĂ€lber uf d’WĂ€lt i dene arme Buure ufem FĂ€ld, wo gwachet hend i Friede und Rueh. Si losid still und verwonderet zue. Die Weise usem Morgeland gsend au de StĂ€rn und mitenand göhnd si ehm noh und laufid wit zum Stall wo’s Chend im Chreppli lid. Maria gseht’s und lĂ€chlet froh, de Himmel isch uf d’Ärde cho, Die Gschicht isch, wiener wössid wohr, sit do send’s 2012 Johr.

Auf jesus.ch
Die Weihnachtsgeschichte in 20 Schweizer Dialekten

Schweizerdeutsch & Schweiz Kommentare

  • 28. November 2016 um 16:22
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    Ich bin im ZĂŒrcher Oberland aufgewachsen und finde den Text recht authenisch aber nicht vollstĂ€ndig stimmig ĂŒbersetzt. Aber das liegt wohl daran, dass im Kanton ZĂŒrich eben auch nicht flĂ€chendeckend derselbe Dialekt gesprochen wird. GrundsĂ€tzlich finde ich den Text zu Umlaut-lastig. In 80 Prozent gehört da „Ă€“ durch ein „e“ ersetzt, und ein schwaches „d“ durch das starker betonte „t“ damit es fĂŒr echte ZĂŒrcher Ohren stimmt. Aber sonst o.K…

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    • 2. Dezember 2016 um 19:13
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      Danke vielmals fĂŒr Ihr Feedback

      Toll das Ihnen der Text trotzdem gut gefÀllt.

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  • 25. Dezember 2016 um 13:42
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    Super der Dialekt. Aber welches Dorf ist es? Schlaate hĂ€tte ich gemeint. Habe mich erkundigt bei einem waschechten Schlaatemer und der sagte, dass man z’Schlaate nicht „ai gange“ sagt.
    Ja nun welcher Dorfdialekt ist es nun?

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