schweiz weihnachten weihnachtsgeschichte erzaehlen geschichte dezember schwiiz



So erzählt man es sich in Diemtigtal:

U du isch es eines Tages sowit cho, dass der Cheiser Ouguschtus es Gebot het usageh, är welli jitz grad e Volkszählig mache. U das isch die allererschti Volkszählig gsi wos uf dere Wält het geh u isch dennzumal gmacht worde, wo no der Quirinius isch Schtatthalter vo Syrie gsi. U für die Zellig z bewärkstellige hii all Lüt i ihre Heimatort müesse gah. U da het sich o der Joseph vo Nazareth us Galiläa uf d Riiss gmacht u isch gäge Bethlehem zue will är ina ischt gsi usem Huus u Gschlächt vom David. Sälbschtverstendlich het er o sini Brut, d Maria mitgnoh, die isch schwanger gsi. Chuum dass sie ds Bethlehem si acho, hii bir Maria die erschte Wehe igsetzt. D Maria het gli emal e gsunda Bueb gebore. Sie het ne i Windli igliiret u het ne ine Fuetterchripfa gliit, will si süsch ir ganze Gägend niena Hii ds Schärme chenne une niemer es fürigs Bett het ghäbe. I dere Gägend si d Hirte uf de Fäldere usse gsi u hii o die ganzi Nacht dürhi die ganzi Herde Schaf ghüetet.. Un uf ds Mal i dere Nacht isch dene Hirte Gottes Engel erschiene, es het si schuderhaft blendet u die Manne u Bursche hii sich unerchannt gfürchtet. Aber der Engel het fründlich zuene gsiit: Fürchtet öch nit liebi Manna, will i bringe öch e grossi Früdebotschaft, der bescht Bricht, wo die ganzi Menschhiit uberhupts emal het ghört. Will schtellet öch vor, hüt i dere Nacht isch der Heiland u Retter für öch gebore, der Suhn vo Gott. Grad hie ider Schadt i der Nechi. U wüsster a was dass ders merket: Iehr findet das bsunderiga Chind igwicklet i gwöhnlich Windli innere Fuetterchripfe. Chum het der Engel fertig gredt ghäbe, isch die ganzi Luft gfüllti gsii vo Hüffe Engle, die hii all zeme unerchannt gsunge und Gott globet U bättet u grüeft: Mier wii Gott lobe u prisse u abätte, will jitz chunnt der Friede vom Himmel uf d Aerde zu de Mensche wo Gott gärn het. U wo du d Engle hii fertig gsunge gaha u i Himmel zrugg gfloge si, hi d Hirte zeme gsiit: Jetz wimer aber hurtig gäge Bethlehem zue u ga gugge, ob die Gschicht würklich eso isch wie nus sa d Engla vo Gott brichtet hii. Sie si zünftig gschuenet u hi du würlich alls zeme eso gfunde, wiesis gehört hi, d Maria u der Joseph u das Chind i der Fuetterchripfe. Wo d Hirte das alz gseh hi sisi zrugg gange u hi die früdigi Gottesbotschaft uberall bkanntgmacht u allne Lüte erzellt. U alli wo die Gschicht hii ghört vo de Hirte, sie grüseli erschtuneti gsi. D Maria aber het alli die Wort wo da si gredt worde ganz fescht i ihres Härz ufgnoh u ging umhi innerlich bewegt u ghüschtet. D Hirte si umhi zu ihrne Tierlene zuruggange u si himit Liib u Seel Gott abbättet u globet u danket für alls zeme wo si hii dörfe gseh u erläbe.

Auf jesus.ch
Die Weihnachtsgeschichte in 20 Schweizer Dialekten

Schweizerdeutsch & Schweiz Kommentare

  • 28. November 2016 um 16:22
    Permalink

    Ich bin im Zürcher Oberland aufgewachsen und finde den Text recht authenisch aber nicht vollständig stimmig übersetzt. Aber das liegt wohl daran, dass im Kanton Zürich eben auch nicht flächendeckend derselbe Dialekt gesprochen wird. Grundsätzlich finde ich den Text zu Umlaut-lastig. In 80 Prozent gehört da „ä“ durch ein „e“ ersetzt, und ein schwaches „d“ durch das starker betonte „t“ damit es für echte Zürcher Ohren stimmt. Aber sonst o.K…

    Antworten
    • 2. Dezember 2016 um 19:13
      Permalink

      Danke vielmals für Ihr Feedback

      Toll das Ihnen der Text trotzdem gut gefällt.

      Antworten
  • 25. Dezember 2016 um 13:42
    Permalink

    Super der Dialekt. Aber welches Dorf ist es? Schlaate hätte ich gemeint. Habe mich erkundigt bei einem waschechten Schlaatemer und der sagte, dass man z’Schlaate nicht „ai gange“ sagt.
    Ja nun welcher Dorfdialekt ist es nun?

    Antworten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.