Die Schweiz ist bekannt als ein Land der Banken und des Geldes. Schon seit vielen Jahren wird dieser Staat gerne als Ort für Geldanlagen und ausländische Konten benutzt. Grund dafür ist auch die große Diskretion, die die Geldhäuser ihren Kunden gegenüber in den Raum führen. Die Bankenlandschaft in der Schweiz ist dabei im Laufe der Zeit recht komplex geworden, sodass der sich der Markt in unterschiedliche Bereiche teilt. Hier muss man im Grunde von oben nach unten schauen, denn am Ende hat auch noch jedes Kanton seine eigenen Geldhäuser. Hier ergeben sich einige Verbindungen, die zu einem äußerst komplexen Gefüge führen, welches von außen betrachtet, erst einmal verstanden werden muss.

Bankenlandschaft der Schweiz
Bankenlandschaft der Schweiz

Die Bankenlandschaft der Schweiz – Ein grundlegender Überblick

Grossbanken

Die Bankenlandschaft der Schweiz unterteilt sich in viele verschiedene Bereiche. Beginnen kann man hier bei den Großbanken, denn sie stellen nicht nur die einflussreichsten Institute dar, sondern bilden auch das Fundament für den restlichen Markt, da durch sie Leitzinsen oder andere wesentliche Werte festgesetzt werden. Allerdings ist ihr Einfluss nicht so groß wie in anderen Ländern, in denen entsprechend vergleichbare Banken agieren. Im lokalen Bereich sind es vor allem die Kantonal- und die Raiffeisenbanken, die hier den größten Einfluss entfalten.

Grade das Thema Raiffeisenbanken ist sehr komplex, denn hier gibt es 316 verschiedene, wenn die aktuelle Zählung korrekt ausgelegt wird. Allerdings besteht hier auch eine Vernetzung, denn die Raiffeisenbanken sind unter der Dachorganisation Raiffeisen Schweiz organisiert. Auch wenn die einzelnen Banken selbstständig sind, verfügen sie dennoch über eine gemeinsame Infrastruktur, was die IT und auch die Refinanzierung angeht.

Kantonalbanken

Unter ihnen stehen die sogenannten Kantonalbanken. Auch von ihnen gibt es eine große Anzahl, allerdings besteht zwischen ihnen keine Vernetzung, sodass es sich rechtlich gesehen wirklich um eigenständige Banken handelt, die ohne gemeinsamen Zweck agieren. Sie bedienen in erster Linie das Privatkundengeschäft in den einzelnen Kantonen und werden auch von vielen Selbstständigen und Freiberuflern genutzt. Zudem stellen sie Regional – auch in den abgelegensten Regionen eine Versorgung mit Bargeld sicher, denn sie betreiben Geldautomaten und sind unter Lizenznahme auch für den Vertrieb von Kartenterminals und anderen digitalen Zahlungsmitteln verantwortlich.

Regionalbanken und Sparkassen

In der untersten Ebene sind die Regionalbanken und die Sparkassen angesiedelt. Insgesamt gibt es 63 verschiedene, wobei 36 von ihnen im Verband der Schweizer Regionalbanken organisiert sind. Allerdings haben die Institute durch ihren Zusammenschluss dabei ihre Selbstständigkeit nicht aufgegeben. Der Verband organisiert lediglich gemeinsame Grundlagen, die jeweiligen Banken und Sparkassen handeln aber auf eigene Rechnung und unterstehen somit nicht einem zentralen Kontrollorgan, welches ihre Aktivitäten überwacht.

Ausländische Banken

Natürlich gibt es auch ausländische Banken in der Schweiz, die hier eine Fiale gegründet oder aber eine andere Bank übernommen haben. Allerdings ist ihr Marktanteil vergleichsweise gering. Hinzu kommen noch bestimmte Effektbanken und Börsenbanken, die mit dem Privatkundengeschäft nicht all zu viel zu tun haben. Auch Vermögensbanken sind eine besondere Art der Banken, die sich speziell auf die Verwaltung von Geldern und die Bildung von Vermögen spezialisiert haben.

Ein kleiner Einblick

Doch welche Banken machen nun was und was gibt es über sie zu wissen? Hier sollen ein paar der bestehenden Banken etwas genauer unter die Lupe genommen werden, was auch für den interessierten Leser eine Möglichkeit schafft, sich näher mit den Banken in der Schweiz zu beschäftigen und wichtige Fakten zu eruieren.

UBS

Als eine der bedeutendsten Banken der Schweiz kann die UBS angesehen werden. Diese 1862 gegründete Bank bezeichnet mit ihrem Akronym die Union de banques suisses und stellt somit einen Großverbund von Banken dar, die heute in einem Unternehmen organisiert sind. Die Bank wird als Aktiengesellschaft geführt und beschäftigt etwa 60.000 Mitarbeiter in der Schweiz. Ihr Hauptsitz befindet sich in Zürich, wobei die Bank verschiedene Zweigstellen in unterschiedlichen Teilen des Landes betreibt. Dabei ist die Bank sowohl im Privat- als auch im Geschäftskunden- und in größeren Finanzbereichen aktiv.

Züricher Kantonalbank

Ein wichtiger Vertreter der Kantonalbanken ist die Züricher Kantonalbank. Diese existiert seit 1870 und besteht in ihrer Gesellschaftsform als eine Öffentlich-rechtliche Einrichtung. Mit 5.000 Mitarbeitern und einem umfassend ausgebauten Netz an Automaten und Fialen, stellt diese Bank die Grundversorgung der Menschen im Kanton Zürich mit Bargeld und Zahlungsmitteln zur Verfügung. Die Bank unterteilt sich zudem noch in verschiedene Tochtergesellschaften, die wiederum andere Finanzprodukte anbieten. So ist diese Kantonalbank auch für ihr umfangreiches Repertoire an Kreditarten und Vermögenverwaltungsprodukten bekannt.

Bank EEK

Die Bank EEk ist ein wichtiger Vertreter der Sparkassen und Regionalbanken. Ihr Sitz ist in Bern und sie beschäftigt nur 40 Mitarbeiter, wobei aber mit Bilanzen von mehr als 1,3 Milliarden Schweizer Franken pro Jahr aufgewartet werden kann. Die Bank wurde im Jahr 1829 gegründet und ist somit eine der ältesten noch bestehenden Banken in diesem Bereich. Das Angebot an Dienstleistungen richtet sich dabei in erster Linie an Privatkunden, wobei hier aber auch die Vermögensbildung und die Vergabe von Krediten im Vordergrund stehen. Auch das Hypothekengeschäft ist bedeutend, denn viele Menschen im Bereich Bern, nehmen bei diesem Institut ein entsprechendes Darlehen auf.

Spar + Leihkasse Gürbetal

Die Spar + Leihkasse Gürbetal stellt eine der kleinsten Einheiten im Schweizer Bankenmarkt dar. Gegründet 1926 wird diese Bank heute von nur 13 Mitarbeitern betrieben. Zudem gibt es nur zwei Filialen. Das Hauptgeschäft liegt im Privatkunden- und im Geschäftskundenbereich. Vor alle kleine und mittelständische Unternehmen aus der Regionen führen hier ihre Konten und auch als Hypothekenbanken ist dieses Institut sehr beliebt. Menschen aus der Region wenden sich bei Finanzierungswünschen in erster Linie an dieses Institut. Die Bank selbst ist trotz ihrer Größe als AG geführt und erwirtschaftet lauten den Bilanzen recht moderate Summen. Dabei kann als kleine Besonderheit angemerkt werden, dass sich der Umkreis der Aktivitäten in den letzten 80 Jahren nicht sonderlich verändert hat.

Es gibt noch mehr zu wissen

Diese Banken sind nur ein Beispiel und es gäbe noch tausende mehr zu beschreiben. Allerdings soll dieser Auszug reichen, um zu zeigen, wie es sich mit den Größenverhältnissen bei den Banken der Schweiz verhält. Im Grunde hat dieses System einige besondere Vorteile gegenüber den Strukturen anderer Länder, denn die Auswahl an Instituten ermöglich den Menschen, eine viel bessere Auswahl zu treffen und sich auch bei den Konditionen an immer wieder neuen Angeboten zu orientieren.

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Bankenlandschaft in der Schweiz

4 Gedanken zu „Bankenlandschaft in der Schweiz

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