Generellesv

Wenn du ein deutscher Staatsbürger bist, dann brauchst du in der Schweiz keine Arbeitserlaubnis. Dank des bilateralen Abkommens zwischen der Schweiz und der EU darf jeder EU-Bürger prinzipiell in der Schweiz arbeiten. Die einzige Herausforderung ist es, einen Arbeitgeber in der Schweiz zu finden. Mit dem Arbeitsvertrag kannst du dann die Aufenthaltsbewilligung beantragen.

Die Bewerbung in der Schweiz

Die meisten Arbeitgeber in der Schweiz fordern ein Motivationsschreiben, Lebenslauf, gegebenenfalls Zertifikate und Kopien aller Zeugnisse. In der Schweiz ist der Lebenslauf dem Deutschen Lebenslauf sehr ähnlich: Tabellarisch, mit Bild rechts oben, maximal 2 Seiten. Manchmal werden Schriftproben, Arbeitsproben oder Arbeitszeugnisse verlangt. Besonders angesehen sind Diplome (Ausbildung oder Universitätsabschluss), Zeugnisse (Matura) und Zertifikate (Fachspezifische Prüfungen) gelegt. Hintergrund-Checks gehören zur Tagesordnung: Neue Arbeitgeber rufen bei vorigen Arbeitgebern an und erkundigen sich.

Hierzu wird nach dem Bewerbungsgespräch oft nach beruflichen Kontaktpersonen gefragt. Dies können zum Beispiel vorherige Vorgesetzte oder Arbeitskollegen sein. Am wichtigsten ist es, dass es Personen sind, die einen gut kennen und mit denen man viel Zeit verbracht hat. Es ist wichtig, dass du diese Referenzpersonen vorher informierst, damit diese möglichst darauf vorbereitet sind und positiv über einen sprechen.

Eine abgeschlossene Berufsausbildung wird in der Schweiz höher angesehen als in Deutschland. Das liegt daran, dass Ausbildungsberufe in der Schweiz mit einer Regelzeit von 4 Jahren länger dauern und als „schwieriger“ angesehen sind (vermutlich einfach deshalb, weil sie länger dauern).

Schweizerdeutsch wird vor allem von Arbeitgebern in der Pflege und im Bildungsbereich verlangt – kurzum, in allen Bereichen, in denen man mit Schweizerischen Kunden in Kontakt ist. Die lokalen Kunden wollen einfach in der „lokalen Sprache“ angesprochen werden, und legen sehr viel Wert darauf. Als Deutscher muss man Schweizerdeutsch nicht gleich perfekt können, aber wenn man Schweizerdeutsch versteht und das ein oder andere Wort sprechen kann, hat man auf jeden Fall ein dickes Plus beim Arbeitgeber, und bei den Kunden. Unser Schweizerdeutsch Onlinekurs kann dir dabei helfen, in weniger als 2 Wochen die Grundlagen der Schweiz (Kultur, Fakten) und Schweizerdeutsch fliessend zu beherrschen.

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Stellenausschreibung, Teilzeit und Urlaub

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Durch einen starken Schweizer Franken, der seit mehr als 20 Jahren keine Inflation erfahren hat, verdient man hier unterm Strich einfach mehr!

Die Worte Vollzeit und Teilzeit werden in der Schweiz gar nicht benutzt. Stattdessen wird bei Offerten immer von Prozenten zur Beschäftigungsquote gesprochen. Zum Beispiel 100%, 80% oder 50% – das sind die drei häufigsten Prozentausschreibungen. 100% entspricht der Deutschen Vollzeit Bezeichnung, und 80% oder 50% entspricht dem exakten anteiligen Pensum einer Vollzeitstelle. Die Vergütung erfolgt immer Anteilig zur Arbeit: Nimmst du eine 80%-Stelle an, so erhältst du auch genau 80% des Regelgehalts. Um zusätzliche Zeit für private Projekte und Familie zu haben, nehmen viele Arbeitnehmer eine 80% oder 90% Stelle in der Schweiz.

Die Arbeitszeiten in der Schweiz sind in der Regel etwas länger als in Deutschland, Wochenarbeitszeiten für Vollzeitarbeitnehmer von 45 Stunden sind die Regel (statt 40 Stunden in Deutschland). Streiks von seitens einer Gewerkschaft, wie man es in Deutschland kennt, gibt es in der Schweiz nicht. Vor beinahe 100 Jahren (1934) haben sich alle Schweizer Gewerkschaften darauf geeinigt, dass sie das Streiken gemeinsam abschaffen wollen. Dies wurde unter dem Begriff Arbeitsfrieden zusammengefasst und ist bis heute gültig. Das Lohnniveau ist im Allgemeinen – wie erwartet – sehr hoch, schwankt je nach Stadt, Kanton und Sektor aber auch sehr stark. Die Lohnunterschiede zwischen Mann und Frau sind im Durchschnitt leicht grösser als in Deutschland. Gesetzlich sind Männer und Frauen gleichberechtigt, aber die traditionelle Rollenverteilung ändert sich – ähnlich wie in Deutschland – nur langsam.

Der gesetzliche Mindesturlaub beträgt 30 Tage (4 Wochen). Arbeitnehmer die jünger als 20 Jahre alt sind, erhalten sogar 37 Tage (5 Wochen, eine Woche mehr). Älteren Mitarbeitern wird meistens auch mehr Urlaub eingeräumt. Es gibt in der Schweiz zwar kein Gesetz, das dieses vorschreibt, es ist jedoch „allgemein üblich“. In der Schweiz nennt man die freie Zeit stets Ferien (das Wort Urlaub verwendet man hingegen nie), bedeutet aber das gleiche wie Urlaub. Frauen bekommen 14 Wochen Schwangerschaftsurlaub direkt nach der Geburt. Währen dem Schwangerschaftsurlaub bekommen sie 80% (maximal aber 196 CHF pro Tag) ihres ursprünglichen Gehaltes ausgezahlt.

Die Probezeit bei einer Neuanstellung oder beim Wechseln des Arbeitgebers beträgt maximal 3 Monate, und nicht wie in Deutschland 6 Monate. Innerhalb der Probezeit beträgt die Kündigungsfrist 7 Tage. Nach der Probezeit beträgt die Kündigungsfrist je nach Branche und Firmenzugehörigkeit 1-3 Monate, für Führungsmitarbeiter (Schweizerdeutsch: Kadermitglieder) sind es 3-6 Monate. Einen so strengen Kündigungsschutz wie in Deutschland gibt es zusammenfassend in der Schweiz nicht: Eine Kündigung mit Einhaltung der Kündigungsfrist ist jederzeit auch ohne Angabe von Gründen möglich.

Obwohl die Arbeitszeiten durchschnittlich länger sind, sind die Schweizer laut einer Umfrage von 2017 zufriedener mit Ihrer Arbeit als die Deutschen. Krankheitsbedingte Ausfälle sind seltener und kürzer. Kostenfreie Weiterbildungen für Mitarbeiter sind fester Bestandteil der meisten Firmen. Manche bieten sogar kostenlose Schweizerdeutschkurse zur perfekten Integration an – es lohnt sich, hier nachzufragen. Angeboten werden die Kurse meistens von www.schweizerdeutsch-lernen.ch

Jobsuche

Das Internet und Zeitungen sind nach wie vor die ersten Anlaufstellen, wenn es darum geht, Jobausschreibungen zu suchen. Eine Liste aller Zeitungen in der Schweiz findet man auf Wikipedia.

Jobportale in der Schweiz

Eine Vollständige Auflistung aller Jobbörsen in der Schweiz gibt es auch auf JobAgent.ch. Hier finden sich neben Allgemeinen Jobbörsen auch hoch spezialisierte, z.B. für den Pflege- oder den IT-Sektor.

Berufsspezifische und branchenspezifische Stellenbörsen

Webseite Branche
Praxisstellen.ch Medizinisches Fachpersonal
medTalents Gesundheitsbereich
Pflege-Berufe.ch Pflegeberufe
LawJobs Juristerei, Gesetzesgebung, Anwälte, Juristen
Hotel Career Gastronomie und Hotellerie
math-jobs.ch Ingenieure, Mathematik und Statistik
WorkerJobs Handwerk
ictcareer Informatik und Technologie
Krippenstellen Erziehung, Bildung
Schuljobs Bildung, Lehrer und Pädagogen
Vikariate Vertretungsstellen für Lehrer und Pädagogen

 

Arbeitsvermittlung

Adecco ist der grösster Arbeitsvermittler in der Schweiz.
Adecco ist der grösster Arbeitsvermittler in der Schweiz.

In der Schweiz ist die Arbeitsvermittlung – im Kontrast zu Deutschland – äusserst üblich. Man beauftragt hier einen Job-Vermittler, der eine auf deine Fähigkeiten und Vorlieben passende Stelle findet, und bei erfolgreicher Vermittlung vom Arbeitgeber eine Provision erhält. Als Arbeitssuchenden kostet dich das in der Regel nichts (wir garantieren hier jedoch nichts). Die bekanntesten Webseiten, um einen Vermittler zu finden, haben wir für dich zusammengesucht:

Webseite Arbeitsvermittler
Treffpunkt Arbeit Staatliche Arbeitsvermittlung
Adecco Sehr bekannte private Arbeitsvermittlung
Manpower Sehr bekannte private Arbeitsvermittlung
AVG-Seco Verzeichnis aller genehmigten privaten Arbeitsvermittler

 

Zusammenfassung zu Schweizerdeutsch

Schweizerdeutsch wird vor allem von Arbeitgebern in der Pflege und im Bildungsbereich verlangt. Die lokalen Kunden wollen einfach in der „lokalen Sprache“ angesprochen werden, und legen sehr viel Wert darauf. Als Deutscher muss man Schweizerdeutsch nicht gleich perfekt können, aber wenn man Schweizerdeutsch versteht und das ein oder andere Wort sprechen kann, hat man auf jeden Fall ein dickes Plus beim Arbeitgeber, und bei den Kunden. Unser Schweizerdeutsch Onlinekurs kann dir dabei helfen, in weniger als 2 Wochen die Grundlagen der Schweiz (Kultur, Fakten) und Schweizerdeutsch fliessend zu beherrschen.

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