Schweizerdeutsch zeichnet sich durch die häufige Verwendung des Diminutivs aus. Will heissen, dass meist Substantive «verkleinert» werden, indem ihnen die Endung «-li» angehängt wird. Das Pendant dazu im Hochdeutschen ist «chen/lein».

Verkleinerungsformen sind sehr gebräuchlich in der Schweiz. Aus Zwerg wird Zwergli
Verkleinerungsformen sind sehr gebräuchlich in der Schweiz. Aus Zwerg wird Zwergli

Wer noch kein Schweizerdeutsch spricht oder den Dialekt imitieren will, der hängt einfach jedem Wort die Endung „-li“ an. Das tönt dann zwar halbwegs nach Schweizerdeutsch, stimmt grammatikalisch aber in den seltensten Fällen. Hier darum ein paar Regeln, wann und wie die Verkleinerungsform „-li“ korrekt eingesetzt wird.

Ein paar Anwendungsformen des „-li“

Am meisten kommt „-li“ bei Substantiven zur Anwendung.

Substantiv Diminuitiv
Maa (Mann) Männli
Berg Bergli
Öpfel (Apfel) Öpfeli
Huus (Haus) Hüsli
Vogel Vögeli
Tüfel (Teufel) Tüfeli
Es gibt auch Ausnahmen: Das Zältli ist ein Bonbon und kein kleines Zelt
Es gibt auch Ausnahmen: Das Zältli ist ein Bonbon und kein kleines Zelt

Aber Achtung: das funktioniert nicht immer. So ist ein «Zältli» kein kleines Zelt, sondern ein Bonbon! Es gibt ausserdem Fälle, indessen die Verkleinerung negativ oder abwertend wirkt. Wenn aus dem „Franke“ plötzlich „Fränkli“ wird, so beutetet dies, dass die Sache, die man kaufen oder bezahlen will, nicht viel Wert ist. Gleichzeitig kann die Endung „-li“ eine abschwächende Wirkung haben, vor allem bei Schimpfwörtern. Es ist ein Unterschied, ob ich jemanden als „Tubel“ (Idiot) oder als ein „Tubeli“ bezeichne. Letzteres ist schon fast liebevoll zu verstehen.

Viel „-li“ bei Kindern

Wenn man mit Kindern spricht, kommen besonders viele Diminutive zum Einsatz
Wenn man mit Kindern spricht, kommen besonders viele Diminutive zum Einsatz

Neben dem Substantiv können aber auch andere Wortarten verkleinert werden. In dem Fall handelt es sich meistens um verniedlichende oder ironische Aussagen. Oft werden solche Verkleinerungen in der Kindersprache verwendet. Darum sollten solche Ausdrücke, wie du sie in der unterstehenden Liste findest, nur im Umgang mit Kindern verwendet werden. Wenn du gegenüber deinen Freunden oder Arbeitskollegen „Waaseli wetsch wüsse?“ (Was willst du wissen?) sagst, dann werden sie dich für nicht ganz zurechnungsfähig halten!

Fragewort Diminuitiv
Was Waaseli
Wer Wääreli
Warum Wiesodeli
Wo Woodeli

„-li“ funktioniert nicht immer

Bei Verben funktioniert die Verkleinerung anhand der Endung „-li“ allerdings nicht. Die korrekte Diminuierung erfogt mittels der Endung -le, -ele oder -erle.

Verb Diminuitiv
bade (baden) bädele
schlafe (schlafen) schlöfele
schneie (schneien) schneiele

Lerne, wie du „-li“ richtig anwendest

Natürlich kannst du die „-li“-Endung ab sofort auf gut Glück einfach überall anhängen.Die Trefferquote wird bei ca. 50% liegen. Wenn du hingegen Schweizerdeutsch richtig lernen willst, dann melde dich noch heute für unseren Online-Kurs an. Und erfahre, wann li angebracht ist, und wann nicht.

 

 

Alles „-li“, oder was? Der Schweizer spricht im Diminuitiv

Schweizerdeutsch & Schweiz Kommentare

  • 25. Juli 2019 um 21:43
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    einfach ein li anhängen ist der blödeste Rat, den man geben kann – besonders den Deutschen! Denn der Diminuitiv ist so ziemlich die grösste Beleidigung die man gegenüber einer anderen Person oder Sache äussern kann. Man macht damit den Gegenüber zum Zwerg, zum Kleinkind, zum Idioten zum Nichts. Viele Deutsche Dialekte wirken für uns aggressiv, herrisch und wenn dann auch noch die Verkleinerung gebraucht wird, ist es endgültig aus mit der Sympathie! Im Schweizerdeutsch wird die Verkleinerungsform nur wo nötig und im vollen Verständnis über ihre Auswirkung gezielt angewendet. Eine subtile Ausdrucksform, die fundierte Sprachkenntnis voraussetzt. Darum muss der Ratschlag lauten: verwende die Verkleinerungsform höchstens und ausschliesslich dann, wenn Du das Wort resp. die Sache verkleinern willst – und bedenke die Folgen! Und: Rede Deine eigene Sprache, wenn Du richtig verstanden werden willst.

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    • 29. Januar 2020 um 10:35
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      Richtig! Deutsche sollten möglichst nie den Diminutiv -li verwenden. Kommt schlecht an. In einer geschäftlichen Verhandlung hat mein Gegenüber – ein Deutscher, der eine Schweizer Firma gepostet hatte – sich gleich mehrere Fehler erlaubt. Dass er einen Handschlag als nicht verbindlich ansah sondern meinte, er könne vor dem Notar noch nachverhandeln, wäre allenfalls noch zu entschuldigen gewesen. Dass er dann aber um ein Investment bat und fragte, ob ich „nicht noch ein paar Fränkli übrig hätte“, hat ihn dann endgültig das Geschäft gekostet. Also, versucht nicht, Schweizerdeutsch zu reden und verwendet nie die Verniedlichung -li, wenn ihr nicht mindestens in dritter Generation Schweizer seid. Besser in vierter. Wir sind da bei Neuzuzügern oft recht empfindlich. Äxgüsi, gäll.

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  • 20. März 2020 um 14:06
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  • 20. März 2020 um 14:12
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